Stadt bekämpft Eichenprozessionsspinner

Schädlingsbekämpfer im Einsatz

Die Raupen und Gespinste der Eichenprozessionsspinner sollten auf keinen Fall berührt werden. Foto: Wikimedia Commons
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Borken. Der Eichenprozessionsspinner (lat. Thaumetopoea processionea) breitet sich witterungsbedingt auch in Borken aus. Sowohl im Wald als auch im urbanen Grün, wie zum Beispiel in Parks, an Spielplätzen oder Alleebäumen tritt er verstärkt auf. Die Raupen des wärmeliebenden Schmetterlings schädigen nicht nur die Eichen. Sie besitzen Brennhaare, die zu Hautirritationen, Augenreizungen, Atembeschwerden bis hin zu allergischen Reaktionen führen können, wenn Menschen mit ihnen in Kontakt kommen.

Bislang sind dem Bauhof der Stadt Borken an folgenden Stelle Eichenprozessionspinner gemeldet worden:
– Spielplatz an der Rügener Straßenbeete
– Pröbsting am Badestrand, am Bootshaus und entlang des Weges
– Nina-Winkel-Straßen, Ilse v. Stockweg, Lilly Fischerweg
– Osseler Weg/ Isingsweg
– Am Kreusberg
– Spielplätze: Brockhoffskuhle, Nina-Winkel-Straße, Leharstraße, Am Bruchbach
– Schulen: Jodokus Nünning Gesamtschule, Johann Walling Schule, Hoxfelder Schule, Cordulaschule
– Eichenstraße, Bussardstraße, Meisenstraße
– Zum Loo, Hülsbree
– Kalverkamp
– Rhedebrügge rund um die Kirche und an der Rhedebrügger Straße
– Heimathaus Weseke

Bisher wurden die Raupen durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes entfernt. Ab dem heutigen Donnerstag (24. Mai) ist die Firma Angelkort Schädlingsbekämpfung aus Ascheberg für die Stadt Borken im Einsatz, um die Raupen zu bekämpfen. Die Raupen werden mit einem System abgesaugt. Auf den Einsatz chemischer oder biologischer Bekämpfungsmittel wurde vonseiten der Stadt Borken verzichtet, weil damit nicht nur Schadinsekten, sondern auch andere zum Teil geschützte Tierarten geschädigt werden können. Häufig frequentierte Plätze, wie Schulen, die Freizeitanlage Pröbsting, öffentliche Einrichtungen und Wohngebiete mit einem hohen Anteil an Eichen werden zuerst bearbeitet. Durch diese Maßnahmen will die Stadt Borken das Risiko für die Bürger minimieren. Aufgrund der hohen Verbreitungsdichte wird die Stadt Borken jedoch nicht alle Nester bekämpfen können. Daher empfiehlt die Stadt Borken eine gewisse Vorsicht in der Nähe von Eichen walten zu lassen.

Vorsichtsmaßnahmen:
– Grundsätzlich die Befallsgebiete meiden
– Hautbereiche (z. B. Nacken, Hals, Unterarme, Beine) schützen
– Raupen und Gespinste nicht berühren
– Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach (möglichem) Kontakt mit Raupenhaaren
– Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind
– Bekämpfung im privaten Bereich wegen gesundheitlicher Belastung und spezieller Arbeitstechnik nur von Fachleuten durchführen lassen.

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