Die Firma Rehms Druck hat jetzt eine positive Zwischenbilanz bezüglich ihrer Teilnahme am Programm „Ökoprofit“ gezogen. Foto: kre

Borken. Die Umwelt schützen und gleichzeitig die eigene Wirtschaftlichkeit verbessern? Diese Idee ist bei den Unternehmen in der Region nicht neu. Seit gut zehn Jahren bieten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) und der Kreis Borken mit dem Projekt Ökoprofit interessierten Unternehmen die Möglichkeit, durch externe Unterstützung und den Austausch mit anderen Teilnehmern interne Arbeitsprozesse und Rahmenbedingungen unter ökologischem Blickwinkel zu betrachten und zu optimieren – auch mit Erfolg versprechenden Auswirkungen auf ökonomischem Gebiet.

Im September 2019 hatte sich die Borkener Druckerei Rehms Druck GmbH dazu entschlossen, am Programm „Ökoprofit NRW“ teilzunehmen. Über gemeinsame Workshops und eine individuelle Vor-Ort-Beratung hat Rehms Druck in den letzten Monaten bereits erste Schritte zur Optimierung ihres betrieblichen Umweltschutzes eingeleitet. Am vergangenen Mittwoch wurden die bisherigen Ergebnisse im Rahmen einer digitalen Zwischenbilanz vorgelegt und präsentiert. So konzentriert man sich bei Rehms Druck vor allem auf die Bereiche Anschaffung einer PV-Anlage, Kartonanalyse, Ausschuss und Abfall. Mitte März 2020 wurde bereits die PV-Anlage mit einer Leistung von 481,78 kW(p) installiert, die jährlich 226.000 kg CO2 pro Jahr eingespart.

Durch die Verbesserung bestimmter Abläufe, z.B. durch den Einsatz effizienterer Kartons, wurde bis zu 10% weniger Ausschuss produziert. Damit sind einige Druckbereiche nun so optimal eingespielt, dass man sich mit dem Druck von Recyclingqualitäten beschäftigen kann, um für den Kunden noch individueller aufgestellt zu sein. Weiterhin wird das Unternehmen durch eine Optimierung im Abfallsystem zukünftig ca. 2.500 Euro pro Jahr einsparen können. Die Auszubildenden von Rehms Druck haben sich ebenfalls Gedanken zur Minimierung von CO2 gemacht und sich gemeinsam mit der Geschäftsführung für die Anschaffung eines Lastenrads entschieden, welches zukünftig CO2-freie Botengänge möglich macht. (pd/kre)