Landrat Dr. Kai Zwicker, Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing sowie Behördenvertreter und Straßenbauer gaben jetzt die neue K6 samt Radweg und Kreisverkehren frei. Foto: E. Kremer

WESEKE. Radweg und Kreisverkehr, Querungshilfen, Kanalbau, Beleuchtung und Bepflanzung – es kam einiges zusammen bei der Neugestaltung der Nordvelener Straße (K6) in Weseke. Am heutigen Freitag verkündeten Landrat Dr. Kai Zwicker, Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing sowie Vertreter von Verkehrsplanungsbehörde und ausführendem Unternehmen die Kreisstraße samt Radweg für eröffnet. Rund 1,2 Millionen Euro steckten Stadt und Kreis in die Umgestaltung einer Strecke, die laut Landrat für Sicherheit auf einer vielbefahrenen Strecke sorge. Das Land förderte einen Großteil der Einzelmaßnahmen mit 70 Prozent.

Dazu zählt auch der Bau des etwa 1,2 Kilometer langen Radweges, der getrennt durch einen Grüngürtel an der Straße entlangführt. Er wurde am Kreisverkehr Ramsdorfer Straße an vorhandene Radwege angeschlossen und endet am neuen Kreisverkehr mit der Zufahrt zum Kotten Büsken. Auf eine Besonderheit wies Bürgermeisterin Schulze Hessing hin. Der Radweg habe eine besondere Beleuchtung bekommen, die auf Kontakt reagiere. „Das sorgt für weniger Lichtverschmutzung. Die gleiche Beleuchtung haben wir schon am Aa-Radweg in der Innenstadt“, so Schulze Hessing. Sie zeigte sich überzeugt davon, dass die ausgebaute Straße Lkw-Verkehr aus dem Dorf halte und die zukünftigen Gewerbeflächen besser erschließe.

Auf eine weitere Besonderheit machten Christian Abbing, Abteilungsleiter Straßenbau und Verkehrsplanung beim Kreis, und seine Bauleiterin Birgit Schlusemann hin. Die Kreisverkehre seien mit einem speziellen Gemisch aus recyceltem Schotter und Kompost befüllt worden, auf dem regelrechte „Insektenweiden“ entstehen sollen. „Das ist ein Pilotprojekt in Sachen Biodervisität. Auf dem mageren Boden wurden spezielle heimische Saatmischungen ausgebracht, die ganzjährig Blüten hervorbringen und vielen Insekten Nahrung geben können.“ Das brauche aber zwei Jahre, bis die Vegetation so weit sei.

Alle Beteiligten lobten die gute Zusammenarbeit und die zügige Fertigstellung der Baumaßnahme. Anfang September sei begonnen worden und trotz schlechter Wetterbedingungen habe man den Zeitplan eingehalten, so Vertreter der Baufirma Heitkamp und Hülscher aus Stadtlohn. Aktuell würden lediglich noch einige Restarbeiten erledigt. Sie lobten die Investitionsfreude des Kreises bei der Infrastruktur. Das sei aktuell eher eine Ausnahme in NRW. (kre)

Prima Belag und schöne Breite – so müssen Radwege sein.