Sie machen auf den Aktionstag aufmerksam (v.l.): Dr. Elke Vieth (Präsidentin des Soroptimist International Club Borken/Westfalen), Carina Sienert (Borkener Gleichstellungsbeauftragte) und Hildegard Grote-Westrick (kfd). Foto: pd

BORKEN. Im Zeichen der Farbe Orange steht der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, der jährlich am 25. November begangen wird. Die Farbe Orange steht für Kraft und Widerstand und signalisiert weltweite Verbundenheit im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. In Kooperation mit dem Soroptimist International Club Borken/Westfalen und der kfd St. Remigius Borken macht das Büro für Chancengleichheit der Stadt Borken online und am FARB auf Hilfsangebote für Betroffene aufmerksam.

“Auch in Deutschland leiden heute noch sehr viele Frauen unter Gewalt – in allen sozialen Schichten”, erläutert Dr. Elke Vieth, Präsidentin des Soroptimist-Clubs. Hierunter falle nicht nur körperliche Gewalt, sondern beispielsweise auch Erniedrigungen, Beleidigungen und Mobbing. Laut Statistik des Bundeskriminalamtes gibt es jährlich 140.000 Fälle von partnerschaftlicher Gewalt, an jedem dritten Tag wird eine Frau getötet. Die Dunkelziffer liegt deutlich höher, lediglich 20 Prozent der Betroffenen trauen sich, Hilfe zu suchen.

“Gerade zu Zeiten von Corona darf das Thema nicht in Vergessenheit geraten”, betont auch Hildegard Grote-Westrick von der kfd. Da in Pandemie-Zeiten keine Veranstaltungen stattfinden können, wird der Fokus in diesem Jahr anders gesetzt. “Wer am Abend des 25. November einen Spaziergang am FARB vorbeimacht, wird das Gebäude von der Marktplatzseite in Orange angestrahlt entdecken und kann im Fenster ein kurzes Video ansehen”, so die Borkener Gleichstellungsbeauftragte Carina Sienert.

Weitere Informationen zum Thema häusliche Gewalt sowie verschiedene regionale, landes- und bundesweite Hilfsangebote gibt es online und telefonisch bei der Polizei (Telefon 110), beim Opfer-Telefon 116 006, beim Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” (08000 116 016), beim Hilfetelefon “Schwangere in Not” (0800 40 40 020), bei der „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche (116 111) sowie bei der Telefonseelsorge (116 123). (pd/kre)