Die Kreispolizei stellte in einer Woche 990 Tempoverstöße fest. Foto: AdobeStock

KREIS BORKEN. Überhöhte Geschwindigkeit und Raserei zählen nach wie vor auch im Kreis Borken zu den Hauptunfallursachen und führen immer wieder – auch bei unbeteiligten Verkehrsteilnehmern – zu schweren Unfallfolgen. Zur Bekämpfung und Verhinderung dieser Unfälle führte in dieser Woche der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Borken an insgesamt 22 Messstellen im Kreisgebiet Geschwindigkeitskontrollen durch und stellte bei der Überprüfung der 10.674 Fahrzeuge fest, dass ca. sechs Prozent der gemessenen Fahrzeugführer zu schnell fuhren.

Anhand der noch aktuellen Bußgeldverordnung müssten 23 Fahrzeugführer mit Fahrverboten rechnen. Inwiefern dieser Bußgeldkatalog tatsächlich Bestand hat, kann derzeit nicht sicher gesagt werden. Bekanntlich gibt es einen Formfehler in der neuen Gesetzgebung des Verkehrsministeriums.

Insgesamt überschritten 634 Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit. 127 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. In den übrigen 507 Fällen wurden vor Ort Verwarnungsgelder fällig bzw. Zahlscheine ausgehändigt oder zugestellt.

Die gravierendsten Geschwindigkeitsüberschreitungen stellten die Beamten an folgenden Messpunkten fest: In Gemen auf der Coesfelder Straße fuhr ein Verkehrsteilnehmer innerorts 61 km/h bei zulässigen 30 km/h. Auf der Heidener Straße außerorts aber bei einer Tempobegrenzung von 50 km/h wurde ein Fahrer erwischt, der 95 km/h fuhr. Und auf der B70 in Vreden maßen die Beamten 132 km/h bei maximal erlaubten 70 km/h. (pd/kre)