Otto Müllers „Waldsee mit drei badenden und einem sitzenden Mädchen“ von 1908 gehört zu den Meisterblättern, die aktuell im FARB zu sehen sind. Foto: pd

BORKEN. Das Forum Altes Rathaus Borken, kurz FARB, zeigt unter dem Titel „Radikal neu. Kirchner, Macke, Morgner“ bis zum 20. Juni ausgewählte, grafische Meisterblätter aus der Sammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster. Zu sehen sind Aquarelle, Zeichnungen, Lithografien, Holzschnitte und Radierungen, die eindrucksvoll die teils radikalen künstlerischen Innovationen in der Kunst zwischen 1900 und 1950 belegen.

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Die Ausstellung richtet den Blick auf die Kunst der klassischen Moderne, die Künstler der Brücke, des Rheinischen Expressionismus und des “Blauen Reiter”, aber auch auf die westfälische Moderne und nicht zuletzt auf Peter August Bockstiegel. Die Auswahl der 66 Werke von 25 Künstlerinnen und Kunstlern zeigt einen kleinen, aber selten ausgestellten Teil der umfangreichen Bestände des Museums in Münster. Auch die Geschichte des Sammelns selbst, die Bedeutung von grafischen Arbeiten für ein Museum und die verschiedenen Wege, wie diese Meisterblätter in die Münsteraner Sammlung gefunden haben, lassen sich nachvollziehen. Die Schau fügt sich in die Reihe von Ausstellungen zur Moderne ein. Sie schließt zudem an die letzte Ausstellung vor dem Umbau des Stadtmuseums mit Zeichnungen von Ernst Ludwig Kirchner an.

Corona-bedingt ist derzeit kein persönlicher Besuch der Ausstellungen im FARB möglich. Es gibt aber regelmäßig kostenfreie, ca. halbstündige Führungen über Zoom. Termine und Zugangsdaten findet man auf der Homepage des FARB (https://farb.borken.de). (pd/kre)