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Keiner will Raumlüfter für Schulen liefern

Öffentliche Ausschreibung der Gemeinde Raesfeld endet ohne Angebote

BORKEN. Eine Ausschreibung der Gemeinde über stationäre raumlufttechnische Anlagen (RLT) in den Schulgebäuden ist ohne Ergebnis geblieben. Bis zum Ende der Ausschreibungsfrist am 27.04. wurde kein Angebot abgegeben. Darüber hinaus wurden die Ausschreibungsunterlagen in den Vergabeportalen von keinem Bieter abgerufen. „Das haben wir in dieser Form noch nie erlebt“, so Markus Büsken, Erster Beigeordneter der Gemeinde.

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Wie jetzt eine Rücksprache bei den örtlichen potentiellen Anbietern von Handwerkerleistungen ergeben hat, sehen diese insbesondere aktuell Probleme bei ihren materiellen und personellen Kapazitäten, um dieses Auftragsvolumen bis Mitte Oktober, wie von der Bewilligungsbehörde der Fördermittel, der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, vorgegeben, termingerecht erfüllen zu können.

Die Gemeinde hat deshalb einen Antrag auf Fristverlängerung bei der Bewilligungsbehörde gestellt. „Eine Antwort steht bisher noch aus“, so Markus Büsken. „Die Installation der RLT-Anlagen wird damit nicht mehr während der Sommerferien erfolgen können.“

Die Anschaffung der RLT-Anlagen war am 21. Februar vom Rat der Gemeinde Raesfeld beschlossen worden. Die benötigten Investitionskosten in Höhe von rund 1,435 Mio. Euro (bei einer gleichzeitigen 80-prozentigen Bundesförderung) stehen dafür im gemeindlichen Haushalt für 2022 zur Verfügung. Nach diesem Beschluss hatte das Bauamt die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet und die Kommunale Dienstleistungsgesellschaft (KDG) beauftragt, die Bauleistung „Durchführung von Lüftungsinstallationsarbeiten / Einbau Corona-gerechter stationärer RLT-Anlagen“ auszuschreiben. Die KDG hatte die Ausschreibungsunterlagen Ende März in acht großen Vergabeportalen und auf der Homepage der Gemeinde Raesfeld öffentlich ausgeschrieben. (pd/kre)

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