Freuen sich, dass es in Heiden in Sachen Glasfaser prima vorangeht: (v.l.n.r) Ron Keßeler (Geschäftsführer Stadtwerke Borken), Gerd Gevering (Geschäftsführer epcan) Jens Bürger und Thomas Abels (Stadtwerke Borken), Patrick Nettels (Geschäftsführer muenet), Maike Deelmann (Wirtschaftsförderin Heiden), Dr. Patrick Voßkamp (Bürgermeister Heiden) und Rolf Kemper (Bauamt Heiden). Foto: pd

HEIDEN. Es läuft: Nachdem der Außenbereich der Gemeinde Heiden im vergangenen Jahr an das Glasfasernetz weiter angeschlossen und in diesem Jahr fertig wurde, ist seit Anfang 2021 der Heidener Ortskern an der Reihe. Nun stehen fast schon die letzten Arbeiten an der insgesamt 31,4 Kilometer langen Trasse an, bevor sie im ersten Quartal 2022 endgültig abgeschlossen sind.

Vor einigen Tagen machten sich der Heidener Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp, Heidens Wirtschaftsförderin Maike Deelmann, Ron Keßeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Borken, Patrick Nettels von Muenet aus Rosendahl, Gerd Gevering vom Vredener Unternehmen epcan sowie Thomas Abels und Jürgen Bürger von den Stadtwerken Borken selbst ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten. Dabei nahmen sie den PoP, den Point of Presence, an der Ecke Josefstraße/Marienstraße, genauer in Augenschein. Er ist das Herzstück der Glasfaserverkabelung und als regionale Technikzentrale die Schnittstelle bis zu den Kundenanschlüssen. Dieser wurde so dimensioniert, dass auch zukünftige Baugebiete mit an das Glasfasernetz angeschlossen werden können.

Verläuft alles nach Plan, ist der Heidener Ortskern bis zum zeitigen Frühjahr mit der hochmodernen und äußerst leistungsfähigen Glasfasertechnik ausgestattet, die der Digitalisierung kaum Grenzen setzt. Dann liegt ein Jahr Bauzeit hinter der Westmünsterland Glasfasergesellschaft mbH, ein Zusammenschluss der Stadtwerke Borken, epcan aus Vreden und muenet aus Rosendahl, die zusammen mit der Gemeinde Heiden den Glasfaser-Ausbau in der Münsterland-Kommune vorangetrieben haben.

1198 Haushalte haben einen Vertrag abgeschlossen. „Damit haben sich 60,5 Prozent der Heidener Haushalte für einen Glasfaseranschluss entschieden“, rechnet Ron Keßeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Borken, aus ‒ 40 Prozent waren für einen flächendeckenden Ausbau notwendig. Keßeler bestätigt der Heidener Bevölkerung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Die Heidenerinnen und Heidener haben mit ihrem Ja zur Glasfaser einen großen Schritt in Richtung digitaler Zukunft getan: Ohne schnelles Internet geht heutzutage kaum noch etwas.“

Das sehen auch Heidens Bürgermeister Patrick Voßkamp und Wirtschaftsförderin Maike Deelmann so. „Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig auf einmal die Möglichkeit geworden ist, Homeoffice oder Homeschooling machen zu können. Ohne eine vernünftige Datenleitung, die auch dann einwandfrei funktioniert, wenn alle Mitglieder einer Familie im Netz sind, funktioniert das nun mal nicht“, so Voßkamp. Gerd Gevering von epcan hat eine weitere gute Nachricht: „Das Neubaugebiet, das gerade an der Rekenerstraße entsteht, wird direkt an das neue Glasfasernetz angeschlossen.“ Die Planung sei bereits abgeschlossen, weitere Gebiete seien jederzeit erschließbar.

Auch Nachzügler haben noch die Gelegenheit, einen Glasfaseranschluss zu bekommen: „Sie sollten sich mit den Unternehmen epcan oder muenet in Verbindung setzen“, empfiehlt Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp. (www.epcan.de / Tel.: 02564 883374; www.muenet.de / Tel.: 02566 269 296). Von einem Anschluss zu einem vergünstigten Preis können die Spätentschlossenen allerdings nicht mehr profitieren, da diese Aktion inzwischen abgeschlossen ist. (pd/kre)