Der Grundstein ist gelegt

Grundsteinlegung für das Ergänzungsgebäude des Kreishauses in Borken: Zeitkapsel mit Urkunde vermauert.

Landrat Dr. Kai Zwicker (Bildmitte) vermauerte gemeinsam mit Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing (links daneben) und weiteren Akteuren die Zeitkapsel. Foto: Kreis Borken

Kreis Borken. Das künftige Ergänzungsgebäude am Kreishaus in Borken nimmt allmählich Form und Gestalt an. Das überrascht auch nicht, denn die Rohbauarbeiten haben bereits im Juli dieses Jahres begonnen. Jetzt stand für den Auftraggeber Kreisverwaltung, das Architektenbüro SSP aus Bochum und das ausführende Bauunternehmen Schweers aus Borken die Grundsteinlegung auf dem Programm. Landrat Dr. Kai Zwicker, der trotz noch andauernder Genesungsphase diese Aufgabe übernommen hatte, konnte dazu auch Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und die Mitglieder der Planungsbegleitgruppe des Kreistages willkommen heißen.Vor Beginn dieses traditionellen Aktes wies der Landrat auf die intensive Vorbereitung des Bauvorhabens hin: Nach rund einjähriger Planungszeit hatte der Kreistag am im Juli 2018 einstimmig den Bau auf der Basis einer qualifizierten Vorentwurfsplanung beschlossen. Eine vom Kreistag eingesetzte Planungsbegleitgruppe bestehend aus Mitgliedern der Fraktionen und Gruppen des Kreistags begleitet seither den Umsetzungsprozess.

Platz für die neue Kreisleitstelle

Aufnehmen wird das neue Gebäude künftig die neue Kreisleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie rund 60 weitere Büro- und Besprechungsräume. Unweit davon entsteht zudem eine Fahrzeughalle mit einer Grundfläche von 240 Quadratmetern. Dr. Zwicker betonte, der Neubau sei zwingend erforderlich. Die Kreisverwaltung brauche mehr Platz, weil ihr Aufgabenspektrum deutlich gewachsen sei: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Stellen um mehr als 100 auf insgesamt knapp 950 angestiegen. Auch der Anteil der Teilzeitbeschäftigten ist dabei kontinuierlich gewachsen. Personell stark ausgeweitet werden mussten vor allem der Ausländer- und der Sozialbereich. Zudem hat sich die Zahl der Auszubildenden verdreifacht. Hinzu kommt die Besonderheit Kreisleitstelle. Deren Einsatzzahlen haben sich in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt. Daher musste auch dort das Personal deutlich aufgestockt werden.

Kosten in Höhe von rund 21,8 Millionen Euro

Der Ergänzungsgebäude hat eine Grundfläche von 4850 Quadratmetern. Aufgeteilt ist es auf drei Bürogeschosse und den Bereich der Leitstelle und der Technikzentrale. Kosten wird die Baumaßnahme rund 21,8 Millionen Euro, davon 0,4 Millionen Euro für die Fahrzeughalle. Der Kreis erwartet im Gegenzug rund 4,7 Millionen Euro an Fördergeldern. Die Kosten für die Leitstelle inklusive Technik belaufen sich überdies auf rund 3,2 Millionen Euro. Refinanziert wird dieser Teil soweit möglich über die Rettungsdienstgebühren. (pd/vr)