Mitte 2022 soll der Neubau des Stadtarchivs fertig sein. Grafik: Stadt Borken

Am heutigen Mittwoch (19. Mai) legen Landrat Dr. Kai Zwicker und Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing gemeinsam mit Mitgliedern des Rates der Stadt Borken, des Verwaltungsvorstands, den Architekten von MKQ und dem städtischen Architekten Matthias Schröer den Grundstein für das neue Rathausgebäude Im Piepershagen. Dieser Meilenstein des lang geplanten Rathausanbaus soll trotz herrschender Pandemie-Situation zumindest in kleinem Kreis gewürdigt werden. Eine Metallhülse wird als symbolische “Zeitkapsel” in die Bodenplatte eingebracht, in dem sich für die Nachwelt eine Tageszeitung, ein wenig Kleingeld und die digitalen Baupläne auf einem eingeschweißten USB- Stick befinden.
Der neue Rathausanbau dockt an das bestehende Gebäude C an. Die Gesamtkosten für den Rathausanbau belaufen sich auf voraussichtlich 7,152 Mio. Euro, von denen die Stadt Borken Ende 2018 rund 3,5 Mio. Euro Förderung erhalten hat.
Das Gebäude wird mit regionaltypischen Baustoffen in klassischer Massivbauweise erstellt, es wird also ein zweischaliger Außenwandaufbau mit Verblendsteinmauerwerk ausgeführt. Die dreifach verglasten Fenster werden aus Holz-Aluminiumprofilen gefertigt. Die Deckenkonstruktionen werden aus Stahlbeton hergestellt. Das Gebäude erhält ein Gründach sowie eine aufgestellte Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung. Die Gesamtnutzfläche des Gebäudes beträgt rund 2.100 qm.
In den Obergeschossen entstehen Büroräume mit vier zusätzlichen Besprechungsräumen für ca. 45 MitarbeiterInnen. Ein multifunktionaler ca. 220 qm großer Sozialraum im Erdgeschoss bietet Platz für das Personal des Rathauses. Das Stadtarchiv erhält klimatisierte und dem Archivgesetz NRW entsprechende ca. 320 qm große Magazinflächen, die mit Rollregalen ausgestattet werden. Im Erdgeschoss befindet sich ein ca. 60 qm großer, besucherfreundlicher Lesesaal mit Ausrichtung zur Aa. Hier kann die Bürgerin / der Bürger voraussichtlich ab Mitte 2022 beispielsweise Archivalien der Stadt Borken einsehen oder auch Ahnen- bzw. Familienforschung betreiben.