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Betrüger gibt sich als gehörlos aus

Polizei stellt verdächtiges Duo aus Gelsenkirchen an der A31

BAHNHOF REKEN. „So nicht“, sagte sich ein Rekener, der am vergangenen Donnerstag (30. Juni) auf dem Edeka-Parkplatz an der Bahnhofstraße von einem Mann angesprochen. Dieser gab vor, gehörlos zu sein und bat um Spenden. Da er den geforderten Spendenausweis nicht vorweisen konnte, fotografierte der Rekener den Verdächtigen. Daraufhin kam ein Begleiter des Verdächtigen hinzu und drohte dem Rekener, dessen Auto zu beschädigen. Auch dieser Mann hatte zuvor auf dem Parkplatz Personen angesprochen. Die beiden Verdächtigen fuhren schließlich in einem 3er BMW Kombi mit WAF-Ortskennzeichen davon.

Der Rekener war pfiffig. Er informierte die Polizei und folgte dem BMW. Dabei gab er von unterwegs die Position durch. Kräfte der Polizei den Wagen schließlich an der A31-Anschlussstelle Reken anhalten. Die beiden Insassen, in Gelsenkirchen gemeldete Männer im Alter von 24 und 22 Jahren, stritten die Tat ab. Sie behaupteten sogar, nicht bei dem Edeka-Markt gewesen zu sein. Die Männer gaben an, unterwegs zu einer Reinigungstätigkeit gewesen zu sein – entsprechende Arbeitsmittel hatten sie aber nicht dabei. Gehörlos waren jedenfalls beide nicht. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Die Polizei warnt weiterhin vor der seit langem bekannten Betrugsmasche. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, z.B. Gehörlosigkeit, werde an die Hilfsbereitschaft appelliert. Teilweise würden die Täter die Gelegenheit auch zum Taschendiebstahl nutzen. Tipp der Polizei: „Spenden Sie nur, wenn der Spendengrund wirklich nachgewiesen ist. Eine vorgelegte Liste mit Namen angeblicher Spender reicht dazu nicht aus. Achten Sie zudem auf Ihre Wertsachen!“ (pd/kre)

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