Die Vorbereitungen für den Neubau des Stadtarchivs haben begonnen. Grafik: Stadt Borken

BORKEN. Die Stadt beabsichtigt, das bestehende Rathaus in den kommenden Jahren zu sanieren und zu erweitern. In der Vergangenheit haben sich die politischen Gremien der Stadt Borken bereits mehrfach mit dem Thema “Neubauplanung Bürgerbüro bzw. Neu- und Umbauplanung des Rathauses” beschäftigt. Neben der dringend erforderlichen Sanierung der vorhandenen Gebäude ist u.a. auch ein Neubau für die Unterbringung des städtischen Archivs vorgesehen. Hier besteht seit Jahren der zwingende Bedarf einer sachgerechten Sicherung und Nutzung des Borkener Archivguts entsprechend dem Archivgesetz NRW.

Der Umwelt- und Planungsausschuss hatte hierzu bereits am 21.11.2018 den Baubeschluss gefasst. Ende 2018 waren bereits 3,5 Mio. EUR Förderung für den Neubau geflossen. Das neue Gebäude (Gebäude D) soll an das bestehende Gebäude C angedockt werden. Die dort seit Jahren leerstehende alte Landratsvilla wurde bereits im Februar abgerissen. Anschließend wurden die notwendigen Kanalarbeiten durchgeführt.

Nun rückt der Baustart des neuen Gebäudes mit großen Schritten näher. Die ersten “sichtbaren” Arbeiten beginnen bereits dieses Wochenende mit der Fällung einer amerikanischen Eiche auf dem Baufeld des künftigen Neubaus. Die Verwaltung bedauert die Fällung des Baumes außerordentlich. “Es ist sehr Schade, dass der Baum nun aufgrund der Bautätigkeiten weichen muss, jedoch war eine andere Planung aufgrund der zentralen Lage des Baumes nicht möglich”, so Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. “Wir werden hierfür einen Ausgleich schaffen”, versprach die Bürgermeisterin.

Im Anschluss an die Fällung des Baumes muss die Fläche des Baufeldes für die schweren Maschinen der Kampfmittelbohrung und Bohrpfahlgründung vorbereitet werden. Hier müssen rund 1.000 Kubikmeter Boden ausgehoben werden. Die einen Meter tiefe Baugrube wird anschließend mit rund 500 Tonnen Kalksteinschotter aufgefüllt. Die Ausführung dieser Arbeiten ist ab dem 23. November vorgesehen. Ab dann werden die dortigen Parkplätze nicht mehr nutzbar sein.

Ab Anfang Dezember erfolgen die Kampfmittelsondierungen. Sofern diese ohne Befund verlaufen, können ab Januar 2021 die Bohrpfahlgründungen starten. Um die Tragfähigkeit des Bodens für das neue Gebäude gewährleisten zu können, sind über 100 Bohrungen bis zu einer Tiefe von acht Metern erforderlich. Die nachfolgenden Gewerke Erdarbeiten, Rohbau, Mauerwerk/Verblender sowie Gerüstbau befinden sich aktuell in der Ausschreibungsphase. (pd/kre)