Zu viele Besucher am Badesee der Freizeitanlage Pröbsting lassen die Ansteckungsgefahr für Corona steigen. Die Stadt schränkt daher den Zugang zur Badebucht ein. Foto: Stadt Borken

BORKEN. Die Stadt lässt mit sofortiger Wirkung nur noch beschränkt Besucher auf die Liegewiese am Badesee des Freizeitgeländes Pröbsting. Seit heute Vormittag ist Personal der Stadt dabei, die Zugänge einzugrenzen. Norbert Nießing, Erster Beigeordneter: „Wir bekamen gestern Meldung durch den Campingplatzbetreiber und unseren eigenen Außendienst, dass deutlich zu viele Menschen den Badesee besuchen und damit die in Corona-Zeiten gebotenen Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden können.“ Nach Einschätzung der Mitarbeiter seien mehrere hundert Personen am Badesee gewesen. Die Stadt verstehe, dass es die Leute angesichts der heißen Tage an den See ziehe. Sie appelliere aber eindrücklich an alle, spätestens dann von einem Besuch abzusehen, wenn man vor Ort feststelle, dass es bereits sehr voll sei. „Da geht es um Rücksichtnahme, den eigenen Schutz und den Schutz anderer vor einer Ansteckung“, so Nießing. „Wir sehen ja, dass bei großen Menschenansammlungen die Corona-Infektionszahlen steigen.“

Es bleibt aber nicht nur beim Appell. Die Stadt ergreift auch konkrete Maßnahmen. So wird der Zugang auf 400 Personen beschränkt. Eigene Mitarbeiter sowie ein Sicherheitsdienst überwachen die Lage. Angst vor verbalen Auseinandersetzungen oder gar einer Eskalation ließ Nießing nicht erkennen. „Wir setzen auf Öffentlichkeitsarbeit und Regulierung des Besucheraufkommen. Wenn das nicht funktioniert und entsprechende Warnhinweise verhallen, kann es auch gravierendere Maßnahmen geben“, so der Erste Beigeordnete. Bürgermeisterin Mechtild Schule Hessing werde sich noch per Video-Botschaft noch an die Borkenerinnen und Borkener wenden, um die Situation zu erläutern.

Norbert Nießing machte im Pressegespräch auf zwei weitere Probleme aufmerksam. Zum einen sei auch der Parkplatz gestern überfüllt gewesen. „Wir haben mehr als 60 Parkverstöße registriert. Zum Teil wurden Flucht- und Rettungswege blockiert. Das geht natürlich nicht.“ Zum anderen sei am Badesee gegrillt worden. „Wir haben aktuell Waldbrandgefahr der Stufe vier. Bei der Trockenheit sind ein offenes Feuer und Grillen nicht angesagt und auf der Liegewiese definitiv nicht erlaubt“, so Nießing.

Eine Maskenpflicht herrscht derzeit am Badesee nicht. Lediglich beim Gang zur Toilette oder ins Freizeithaus müsse man den Mund-Nasenschutz tragen. In den entsprechenden Bereichen stehen Desinfektionsmitteln bereit.

Wie Norbert Nießing ausführte, werde der eingeschränkte Zugang zum Badesee auch für die nächsten Tage gelten. „Bis Mittwoch kommender Woche ist ja noch sehr heißes Sommerwetter vorhergesagt. So lange werden wir den Besucherverkehr sicher regeln.“ (kre)