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Wiedersehen mit Julia Schily-Koppers

Studioausstellung im FARB präsentiert Neuerwerbungen der letzten Jahre

BORKEN. Ab Freitag (17. Juni) ist im FARB die zweite Auflage einer Auswahl von Werken der Borkener Malerin Julia Schily-Koppers (1855 – 1944) zu sehen. Das FARB hat dazu eine sogenannte Studioausstellung im zweiten Obergeschoss zusammengestellt. Der Fokus liegt auf den jüngeren Erweiterungen der Sammlung zu Schily-Koppers. Die Eröffnung und Einführung durch Gastkuratorin Daniele Schmidt findet am morgigen Donnerstag um 15 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Sowohl dem Heimatverein Borken e.V., der sich mit viel Engagement um die Pflege des Erbes der Künstlerin bemüht, als auch der Stadt gelangen in den vergangenen Jahren wichtige Erwerbungen, die nun gemeinsam gezeigt werden. Größtenteils – aber nicht alle – stammen diese Bilder aus späten Schaffensjahren, als die Malerin sich mit über 75 Jahren vermehrt Blumenstillleben widmete und Themen aus ihrer westfälischen Heimat darstellte. Die Stadt Borken konnte mit dem Ankauf des Selbstporträts von 1880 die junge Künstlerin am Beginn ihrer Karriere in die Sammlung einbringen.

Neben Bildnissen (z.B. Bildnis einer jungen Frau, erworben 2018) und Madonnenbildern (Kopie nach van Dyck, erworben 2018), die den Einfluss der Akademiekunst belegen, werden Stillleben (zwei Neuerwerbungen von 2019) und Bilder mit lokalem Bezug in der Studioausstellung präsentiert. In Gegenüberstellung mit Beständen der Sammlung, Studien und Zeichnungen und ergänzt durch ausführliche Archivstudien wird so das Wissen um Julia Schily-Koppers vervollständigt, neue Einblicke in wichtige Schaffensphasen der Künstlerin geboten und im Hinblick auf die bestehende Sammlung einige offene Fragen geklärt. Die Studioausstellung wird für mehrere Monate zu sehen sein. In der Ausstellung informiert eine interaktive Medienstation zu Leben und Werk der Künstlerin. (pd/kre)

Blumenstück mit Sommerblumen und Faltern 1932. Foto: Heimatverein Borken

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