Screenshot aus dem Video zum Kirchenasyl.

Ahaus. „Jesus war aus einer Flüchtlingsfamilie und hatte es mitnichten einfach – und so nehmen Christen auch heute noch Flüchtlinge auf“, sagt der Ahauser Pfarrer Frank Mönnig. Er hat ein Video produziert, das über das Leben zweier Flüchtlinge im Kirchenasyl berichtet. Im November 2020 hatte die Christuskirchengemeinde in Ahaus zwei Geflüchtete bei sich aufgenommen und die Behörden darüber informiert. Das Kirchenasyl wurde im Januar 2021 erfolgreich beendet, beide haben inzwischen eine Duldung für die Dauer von sechs Monaten erhalten.

In dem Video lernen die Zuschauer die beiden Männer kennen, erfahren etwas über Motive und Hintergründe des Kirchenasyls und erhalten Einblick in das Leben in der Kirchengemeinde. Mönnig führt dazu nicht nur Interviews mit den beiden Männern, sondern auch mit seinem Pfarrkollegen Olaf Goos sowie GemeindeSchwester Hilke Bramkamp.

„Für uns und unsere Gemeinde ist es ein Herzensanliegen, geflüchteten Menschen, die meist eine besonders schwere Geschichte hinter sich haben, Zeit zu verschaffen, dass ihre Fälle noch einmal überprüft werden“, so Goos. Viel persönliches Leid stehe hinter jedem Namen. Durch ein Kirchenasyl wird erreicht, dass eine Abschiebung noch einmal überprüft wird.

Das Video ist auf YouTube zu finden, Stichwort: Christ – na und? Impulse aus St. Coebor. (pd/kre)