Durch die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln während der Corona-Pandemie gibt es im Kreis Borken weniger Übertragungen mit Kopfläusen. Foto: AOK/hfr

KREIS BORKEN. Die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln während der Corona-Pandemie haben einen positiven Nebeneffekt: Im Kreis Borken gibt es weniger Übertragungen mit Kopfläusen. So sind von Januar bis November 2020 die Verschreibungen von Arzneimittel gegen Läusebefall gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 31,7 Prozent gesunken. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. „Wir gehen davon aus, dass die Kontaktbeschränkungen und KiTa- sowie Schulschließungen in der ersten Lockdown-Phase im Frühjahr 2020 im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu diesem starken Rückgang geführt haben. Damit wurde den Kopfläusen praktisch der Weg abgeschnitten“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Michael Faust.

Kopfläuse sind nicht gesundheitsgefährdend. Allerdings sorgen sie für einen unangenehmen Juckreiz und vermehren sich schnell. Betroffen sind meist Kinder, vor allem die Sieben- bis Zwölfjährigen. Bei engem Kontakt zum Beispiel beim Spielen verbreiten sich die kleinen Parasiten von Kopf zu Kopf. Läuse sollten aber auf jeden Fall behandelt werden. In der Apotheke gibt es verschiedene Produkte, um Läuse zu bekämpfen, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die Behandlung sollte nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden. So lange brauchen die Tiere, um aus abgelegten Eiern (Nissen) zu schlüpfen. Außerdem ist es wichtig, die Schule oder KiTa sofort zu informieren, wenn ein Kind betroffen ist. (pd/kre)