Diana Brömmel und Juana Bleker zeigen ein Bild der Raesfelder Künstlerin Christina Thorberger, das zugunsten der Flutopferhilfe erworben werden kann. Foto: pd

RAESFELD. Die Unternehmerfrauen im Handwerk Kreis Borken e. V. beteiligten sich jetzt mit 725 Euro an der Spendenaktion des Friseursalons Brömmel, der Naturfotografin Janine Vorholt und der Künstlergruppe „dasselbe anders“ (HALLO berichtete). Das Geld kam beim Stammtisch der Unternehmerfrauen zusammen, bei dem 24 Flaschen „Flutwein“ aus Ahrweiler veräußert wurde. Diana Brömmel, Salonbetreiberin und Vorsitzende des Ortsmarketing Raesfeld, hatte den Wein am vergangenen Montag bei einem Besuch in Ahrweiler vom dortigen Werbekreisvorsitzenden Volker Danko erhalten.

Brömmel zeigte sich nach dem Besuch tief bewegt. „Bei einem kurzen Rundgang durch die völlig zerstörte Innenstadt von Ahrweiler zeigte sich mir ein furchtbares Bild: Alle Geschäfte und Büro, alle Straßen sind total zerstört” berichtete sie. Von den Geschäften seien nur höhlenartige Umrisse erkennbar. Sie sei mit noch mehr Motivation für die Spendenaktion nach Raesfeld zurückgefahren.

„Die Unternehmerfrauen sind bereit zu helfen” sagte die Vorsitzende der UFH Kreis Borken, Juana Bleker aus Bocholt, „wir haben erfahren, dass mehr als 600 Betriebe allein in Ahrweiler ihre Existenz verloren haben. Und wenn eine unserer Unternehmerfrauen solch eine Aktion startet, können wir sie nur darin unterstützen.”

Die Spendenaktion läuft derweil erfoglreich weiter. Zuletzt hatte der Raesfelder Arzt, Dr. Voss, Gemälde der Raesfelder Künstlerin Christina Thorberger (2014 verstorben) zur Verfügung gestellt.„Wir freuen uns, wenn diese Bilder einem guten Zweck zugeführt werden und möchten damit die Spendenaktion unterstützen,” so Dr. Voss. Sie sind wie die Kunstwerke der Künstlergruppe im Schaufenster des Frisörsalons Brömmel zu sehen und können hier erworben werden. „Von Frau Thorberger haben wir ein großes Gemälde 1,10 x 1,80 m, das wir leider nicht ins Fenster stellen können”, so Diana Brömmel, „es kann aber bei uns besichtigt werden und wir würden uns freuen, wenn sich ein Interessent dafür findet, der auch die Räumlichkeiten hat, damit dieses schöne Werk seine Wirkung zeigen kann.” (pd/kre)