Eine Wasserstofftankstelle wie hier in Niebüll soll auch bald in Borken stehen. Foto: GP Joule

BORKEN. Der Wasserstofftechnologie wird eine wichtige Rolle als alternativer und klimafreundlicher Energieträger zugemessen. Um die Technologie voranzubringen, braucht es vor allem Tankstellen für Lkw, Busse und Pkw. Eine 2019 gegründete Projektgruppe “Wasserstoff für Borken”, bestehend aus Personen der heimischen Wirtschaft sowie der Verwaltung hat sich zum Ziel gesetzt, in naher Zukunft in Borken so eine Wasserstofftankstelle zu bauen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine ausreichende Nachfrage. Die Projektgruppe fragt daher nun das Interesse der Bürgerschaft und insbesondere der hiesigen Fuhrparkbetreiber ab.

„Das Coronavirus hat die Arbeit der Projektgruppe nicht ausgebremst und in der Zwischenzeit fanden (digital oder coronakonform in Präsenz) mehrere Austauschrunden auf diversen Ebenen statt. Diese verliefen durchweg positiv, sodass mit Öffnung der Fördertöpfe auf Bundes- und Landesebene gemeinschaftlich ein Fördermittelantrag zur Realisierung der Wasserstofftankstelle in Borken gestellt werden kann“, schreiben Wirtschaftsförderin Julia Others und Klimaschutzmanager Dominik Tebbe, die seitens der Stadt die Organisations- und Netzwerkarbeit übernommen haben. Für die Antragsstellung sei aber nun die Unterstützung weiterer Interessenten gefragt.

“Nach den uns vorliegenden Informationen ist für den Fördermittelantrag das Vorliegen von LOIs, also schriftlichen Interessensbekundungen, notwendig, mit denen Unternehmen oder weitere Interessierte hier bei uns vor Ort bekräftigen, ihre Firmenfuhrparks – zumindest in Teilen – oder Privatfahrzeuge auf Wasserstofffahrzeuge umstellen zu wollen”, so Julia Ohters. “Der Projektgruppe liegen bereits einige LOIs vor”, ergänzt Dominik Tebbe, man wolle die mögliche Auslastung einer Wasserstofftankstelle jedoch noch stärker untermauern und weitere LOIs generieren. Wer Interesse hat, kann die beiden Akteure kontaktieren unter dominik.tebbe@borken.de (Tel. 02861-939434) oder julia.ohters@borken.de (Tel. 02861-939319). (pd/kre)