BORKEN. Gleich ein Bündel von Straftaten wirft die Polizei einem 50 Jahre alten Borkener vor, begangen am gestrigen Mittwoch innerhalb von nur einer Stunde. Dazu zählen Volksverhetzung, Bedrohung, Corona-Leugnung, Beleidigung, Fahren unter Alkohol und ohne Fahrerlaubnis.

Gegen 17 Uhr hatte der Mann auf der Johann-Walling-Straße Plakate mit volksverhetzenden, bedrohenden und beleidigenden Inhalten an die Scheibe einer Partei-Geschäftsstelle geklebt. Anschließend fuhr er mit einem Pkw davon. Ein Zeuge hatte die Tat beobachtet und die Polizei informiert.

Im Anschluss suchte der Täter einen Supermarkt an der Nina-Winkel-Straße auf und hängte dort Flugblätter auf. Inhaltlich ging es um Coronaleugnung und Kritik an der Maskenpflicht. In den darauffolgenden Streitgesprächen mit Passanten beleidigte er diese und bedrohte zudem einen Mitarbeiter des Marktes. Wiederum fuhr er unter Beobachtung von Zeugen mit einem Pkw davon.

Polizeibeamte trafen den Verdächtigen kurz darauf an seiner Wohnanschrift an. Ohne dass die Beamten überhaupt das Wort an ihn richten konnten, wurden sie durch den alkoholisierten Mann lautstark und massiv beleidigt. Eine Kommunikation mit ihm war nicht möglich und da er seine Tiraden trotz mehrfacher Unterlassungsaufforderung fortsetzte, nahmen ihn die Beamten in Gewahrsam. Der 50-Jährige, der auch typische “Reichsbürger-Parolen” von sich gab, bestritt mit dem Pkw gefahren zu sein. Aufgrund der Zeugenaussagen wurden die Entnahmen von Blutproben angeordnet, um die exakte Blutalkoholkonzentration feststellen zu können. Dass der Borkener nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, fand ebenfalls Eingang in die Strafakte. (pd/kre)