Volkstrauertag in Borken. Foto: pd

BORKEN. Anlässlich des heutigen Volkstrauertages wurden am Ehrenmal im Stadtpark Flaggen gehisst und ein Kranz niedergelegt. Eine öffentliche Feierstunde gab es coronabedingt nicht. Stattdessen wurde eine kurzen Videobotschaft zum Thema Frieden und Verständigung erstellt, die über den Link https://youtu.be/qxrv5BAjHUk auf der Webseite und den Social-Media-Kanäle der Stadt Borken abrufbar ist. Darin finden Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und Propst Christoph Rensing eindringliche Worte zum 75. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges.

„Kriegsende sei ein tröstliches Wort“, so Schulze Hessing. Dessen Pendant sei „Der Krieg ist ausgebrochen“. Doch hier verkleide Sprache, „was alle besser wissen: Kein Krieg bricht aus wie ein Vulkan. Menschen hatten den Krieg verantwortet, und die Kapitulation des Dritten Reichs war Voraussetzung für den Aufbruch in eine Neuordnung unter den Leitsternen Demokratie und Menschenrecht. Es ist die Aufgabe von uns allen, nicht zu vergessen, dass Gewalt und Unrecht einen Ursprung haben, der im Kleinen beginnt“, so Borkens Bürgermeisterin.

Christoph Rensing, Propst von St. Remigius, lenkt den Blick auf aktuelles Gecshehen: „Jedes Jahr zeigen aktuelle Ereignisse tragisch deutlich auf, dass Friede auch in unserer Zeit alles andere als selbstverständlich ist. Die Terrorakte in Frankreich und Wien in den letzten Wochen sind da selbst hier in Europa schreckliche Beispiele.“ Friede bleibe auch 75 Jahre nach Kriegsende eine stete Herausforderung, „ein Gut, das wir bewahren und schützen müssen, das immer wieder unsere Aufmerksamkeit braucht“, so Rensing. (kre)