Erbauer und Bewunderer vor dem Oldtimer-Chassis aus Holz: (v.l.) Hans Hund, Thomas Cluse, Christoph Bruns, Niklas Cluse und Thia Cluse. Foto: pd

MARBECK. So ein Auftrag kommt auch nicht alle Tage herein. In der Tischlerei Cluse wird derzeit ein Oldtimer komplett aus Holz nachgebaut. Eine Premiere, denn nie zuvor war bislang ein solches Konstrukt erarbeitet worden. Eine Herausforderung, die Thomas Cluse und seinen Sohn Niklas aber nicht abschreckte, denn sie lieben neue Herausforderungen. Jetzt ist der Wagen fast fertig.

Mehr als 160 Stunden Programmier- und 220 Stunden Fräsarbeit brauchte das Projekt, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. „Unser Auftraggeber, Udo Fink, konnte keine andere Tischlerei finden, die diesen Auftrag durchführen konnte. Wir haben es uns zugetraut und wussten, dass wir es können“, so Thomas Cluse. Seit mehr als 30 Jahren kümmert sich Fink um ältere und meist extravagante Fahrzeuge.

Hochinteressiert schauten sich jetzt Handwerkskammerpräsident Hans Hund und Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Borken Christoph Bruns den Fahrzeugaufbau des Oldtimers an. Wenn er fertig ist, soll in ihm ein Motor aus dem Jahr 1931 mit acht Litern Hubraum und 16 Zylindern mit 200 PS schlummern.

Seit 2012 ist die Tischlerei von Thomas Cluse auf die Fünf-Achs-Frästechnik spezialisiert. „Es ist eine Herzensangelegenheit für mich und immer wieder beeindruckend, die fertigen Ergebnisse zu sehen“, so Thomas Cluse. Mittlerweile hat auch Sohn Niklas die Begeisterung gepackt. „Die Programmierung des Fünf-Achs-Fräsers macht mir richtig Spaß“, betont der junge Tischler, der seit drei Jahren im Familienbetrieb arbeitet und derzeit die Meisterschule in Münster besucht.

„Das Tischlerhandwerk im Kreis Borken ist ein Aushängeschild für die Region. Die Firma Cluse zeigt dies eindrucksvoll. Ich bin beeindruckt und stolz, dass wir Betriebe wie die Tischlerei Cluse in unseren Reihen wissen“, so Hans Hund. „Besonders freut es mich, wenn die Begeisterung für den Familienbetrieb und dessen Arbeit an die junge Generation weitergebenen werden kann“, fügte Christoph Bruns hinzu. (pd/kre)