Beliebt, aber nicht ungefährlich: Das Abflämmen von Unkraut mit dem Gasbrenner. Foto: AdobeStock

REKEN/SÜDLOHN. Gleich zwei Mal mussten am Samstag die Feuerwehren ausrücken, um Brände zu löschen, die beim Abflämmen von Unkraut entstanden sind. Im ersten Fall brannte gegen 08.30 Uhr eine Hecke auf dem Bonhoefferring in Bahnhof Reken. Dadurch wurde unter anderem ein Fenster in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden blieb laut Meldung der Polizei aber vergleichsweise gering.

Auf mehrere tausend Euro hingegen wird der Schaden geschätzt, der beim Brand auf der Krügerstraße in Südlohn entstand. Hier hatte ein Hauseigentümer beim Flämmen gegen Mittag ebenfalls eine Hecke in Brand gesetzt. Das Feuer griff zudem auf die Wand und das Vordach des Wohnhauses über.

„Zu ähnlichen Bränden kommt es immer wieder – teilweise auch mit erheblich größerem Schadensausmaß“, schreibt in diesem Zusammenhang die Pressestelle der Polizei. Gerade im Bereich von Hecken sei besondere Vorsicht geboten. Wenn diese trocken seien oder gar ätherische Öle enthielten (z.B.) Thuja, würden sie sehr schnell in Brand geraten und seien kaum zu kontrollieren. So habe in Reken der Einsatz eines Feuerlöschers durch den Hauseigentümer letztlich keine Wirkung gezeigt. „Auch in Gebäudenähe ist Vorsicht geboten, nicht nur, weil die Flammen direkt auf brennbare Materialien übergreifen können, sondern auch, weil erhitzte Gase durch etwaige Ritzen in das Gebäude gelangen, sich sammeln und entzünden können“, warnen Polizei und Feuerwehr. Ihr Tipp: „Unkrautkratzen – mühsam, aber weniger gefährlich!“ (pd/kre)