BOCHOLT. Corona-Gegner haben am Freitagnachmittag am Bocholter Stadtring einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die rund 100 Demonstranten hatten sich in Höhe des Mariengymnasiums und der Westend-Kreuzung auf dem Gehweg und auf Sperrflächen postiert und hielten Schilder hoch, mit denen sie die Corona-Politik kritisierten.

Die Polizei stufte die Veranstaltung als Versammlung ein, für die aber keine Genehmigung eingeholt worden war. Sie leitete deshalb ein Strafverfahren ein. Die Teilnehmer hingegen gaben ab, sich nur zufällig getroffen und die Plakate gefunden zu haben. Nach Angaben der Polizei hielten sie ausreichende Abstände zueinander ein.

Ein Teilnehmer der Versammlung wurde durch die Polizei als Versammlungsleiter bestimmt. Dem Leiter der Versammlung erteilten die Beamten die Auflage, die Versammlung zu verlagern, um die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit auf dem zu dieser Zeit stark frequentierten Stadtring zu gewährleisten. Da der Auflage nicht nachgekommen wurde, lösten die Beamten die Versammlung schließlich auf. (pd/kre)