Die blaue Fläche zeigt den Aktionsraum des 2. Bauabschnittes zur Umgestaltung des Mühlenareals. Grafik: Stadt Borken

BORKEN. Brücke und Kreisverkehr stehen bereits, jetzt starten die nächsten Arbeiten zur Umgestaltung des Mühlenareals. Im nächsten Bauabschnitt werden das Stauwehr erneuert, eine Fischtreppe angelegt, je eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer auf Höhe des Wehrs sowie im Stadtpark gebaut und die sogenannten Aa-Terrassen angelegt, die mehr Aufenthaltsqualität am Ufer des Flusses schaffen sollen. Realisieren wird die Arbeiten die Bauunternehmung Hofschröer aus Lingen, die das Ausschreibeverfahren gewonnen hatte.

In einem ersten Schritt wird die alte Trafostation abgebrochen. Hierzu wird die Straße Am Kuhm auf Höhe der Trafostation vom 16. bis voraussichtlich zum 25. November voll gesperrt. Parallel dazu wird der Kampfmittelsuchdienst noch einmal das Gelände sondieren. Danach werden die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) unterhalb der Trafostation nach Gründungsresten der alten Stadtmauer suchen. Die archäologischen Arbeiten sollen Ende Dezember abgeschlossen sein. Weil die Auswertung der Kampfmittelsondierung bis zu sechs Wochen dauern kann, wird im Januar nicht viel auf der Baustelle geschehen.

Es folgen dann die Gründungsarbeiten für die Radwegbrücke in den Park und für die Wehranlage mit Fischaufstieg. Die Brücke im Park soll bereits im Mai nächsten Jahres fertig sein, die anderen Arbeiten allerdings erst im Mai 2022. Die Inbetriebnahme der Fischtreppe und Wehranlage ist für Juli 2022 vorgesehen. Mit der Fertigstellung von Straßen und Wegen, Ufergestaltung und Grünanlagen wird nach Planungen der Stadt erst Ende 2022 zu rechnen sein.

Für den zweiten Bauabschnitt sind im städtischen Haushalt ca. 5,7 Mio. Euro veranschlagt. Das Land Nordrhein-Westfalen gibt 475.200 Euro aus Mitteln der Wasserrahmenrichtlinie für die Fischtreppe dazu. Für die restlichen Straßenbaumaßnahmen fließen Mittel der Städtebauförderung des Landes in Höhe von 1.829.000 Euro. (pd/kre)