Wohin nach der Schule? Vielleicht in eine betriebliche Ausbildung! In der Region gibt es noch über 2000 offene Lehrstellen. Foto: AdobeStock

BORKEN / COESFELD. Wer für das aktuelle Jahr noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, kann noch hoffen, denn derzeit sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Coesfeld noch 2.139 Ausbildungsstellen unbesetzt. Vor allem im Einzelhandel, dem Lager- und im Sanitär- und Elektrobereich werden noch junge Talente gesucht.

Zurzeit sind noch 832 Jugendliche aus den Kreisen Borken und Coesfeld als Bewerberin bzw. Bewerber um einen Ausbildungsplatz bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur gemeldet. „Sie haben gute Chancen etwas passendes zu finden, denn das Angebot ist weiterhin groß“, erklärt Johann Meiners, Leiter der Agentur für Arbeit Coesfeld. So stehen rechnerisch jedem noch unversorgten Bewerber rund 2,6 Ausbildungsstellen zur Verfügung.

„Trotzdem ist es wichtig, sich intensiv um eine Lehrstelle zu kümmern“, betont Meiners, denn bis zum Ausbildungsstart im August ist nicht mehr viel Zeit. „Wer sich nur auf einen Beruf festlegt, kann es schwer haben. Auch wenn noch viele Angebote vorhanden sind, lässt sich nicht immer der erste Wunsch realisieren“, erklärt Meiners. So konzentrieren sich viele Jugendliche auf wenige, besonders beliebte Berufe und suchen so Ausbildungen als Einzelhandelskaufleute, KFZ-Mechatroniker, Kaufleute für Büromanagement oder auch als Medizinische Fachangestellte. Aber nicht in allen Berufen gibt es genügend freie Stellen. Meiners rät daher: „Gemeinsam mit den Experten der Berufsberatung lassen sich ähnliche und alternative Berufe finden. Die Bewerber sollten schnell Kontakt aufnehmen und sich helfen lassen.“ Die Agentur für Arbeit Coesfeld hat dazu extra eine Hotline eingerichtet. Unter der Rufnummer 02541 919 888 sind die Berufsberater für Fragen der Jugendlichen direkt erreichbar.

Erfreulich sei die Entwicklung bei den Ausbildungsstellen, so Meiners: „Obwohl die Corona-Krise vielen Unternehmen zu schaffen macht, setzen sie weiterhin auf Ausbildung. Das ist ein gutes Signal für die Zukunft der Wirtschaft in unserer Region.“ Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2019 meldeten die Unternehmen 4.686 freie Ausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit. Das waren zwar 225 weniger als im vergangenen Jahr, aber 255 mehr als noch vor zwei Jahren. (pd/kre)