Vertreter der Stadt, des Umweltausschusses sowie einige Anlieger eröffneten heute die Fahrradstraße Lange Stiege. Fotos: E. Kremer

BORKEN. Bürgermeisterin Mechthild Schulze Hessing hat heute Borkens erste innerstädtische Fahrradstraße eröffnet. Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses, Parteienvertreter und Anlieger begleiteten die Eröffnung -und testeten gleich einmal die Straße.

Von heute an hat der Radverkehr auf der Langen Stiege damit Vorrang vor allen Kraftfahrern. Diese müssen direkte Anlieger oder Besucher der anliegenden Häuser sein. Alle anderen Kraftfahrer müssen draußen bleiben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h. Radfahrer dürfen nebeneinander fahren. Außerdem ist die Lange Stiege nun Vorfahrtstraße, d.h. die bisherigen Rechts-vor-Links-Regelungen entfallen.

Die etwa 1,2 Kilometer lange Strecke reicht vom Neutor-Kreisel bis zum Tunnel unter der B70 in Hovesath. Ihre Umwidmung bzw. der Umbau zur Fahrradstraße haben 70.000 Euro gekostet. 70 Prozent davon trägt das Land, das den nichtmotorisierten Verkehr fördert. Bei der Umstellung der Langen Stiege war zunächst eine massive Beschilderung aufgefallen. Diese wurde zwischenzeitlich etwas zurückgenommen. Es stehen aber immer noch 68 Schilder an der Straße. Die müßten sein, so die Bürgermeisterin. Insbesondere bei der Anliegerregelung sehen einige Bewohner der Nachbarstraßen noch Verbesserungsbedarf. Schulze Hessing zeigte Verständnis und versicherte, dass man eine einvernehmliche Lösung suchen wolle. Zugleich appellierte sie an alle Nutzer der neuen Fahrradstraße, sich rücksichtsvoll zu verhalten. Es brauche etwas Gewöhnungszeit.

Die Lange Stiege soll kein Einzelfall bleiben, die Stadt plant weitere Fahrradstraßen. So soll der Ramsdorfer Postweg von der Landwehr bis zur Coesfelder Straße als solche ausgewiesen werden. In Weseke ist der Prozessionsweg dafür ins Auge genommen worden. In Marbeck könnten Eschweg, Beckenstrang, ein Teil der Alten Dorstener Landstraße sowie ein noch zu bauender Weg am Schniggenwall zu Fahrradstraßen werden. Die Vorschläge werden heute im Umwelt- und Planungsausschusses diskutiert. (kre)