Stadt Borken plant „Kulturachse“ in der Innenstadt

Stadt Borken kauft zentrale Immobilie am Marktplatz für eine strategische Stadtentwicklung. Die Umsetzung soll mittelfristig angedacht werden und die Innenstadt noch attraktiver machen.

Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing im Gespräch mit Dreier-Moden. Foto: Stadt Borken

Borken. Die Stadt Borken möchte die Innenstadt rund um den Marktplatz stärken und attraktiver gestalten. Eine Reihe von Maßnahmen der Stadtentwicklung wurden bereits umgesetzt, wie zum Beispiel die Neugestaltung des Walien- und des Kirchplatzes oder haben aktuell begonnen, wie die Neugestaltung des Mühlenareals. Im Stadtkern soll nun mittelfristig eine “Kulturachse” entwickelt werden, die vom zukünftigen neuen Stadtarchiv, über den Diebesturm zum FARB Forum Altes Rathaus Borken und schließlich bis hin zum Vennehof führen soll. Bei der sukzessiv zu entwickelnden Kulturachse setzt die Stadt Borken ganz bewusst auf die Stärkung und Erneuerung kultureller Einrichtungen. Sie soll für Borken leisten, was der Handel alleine immer schwieriger leisten kann und ein großes Anliegen der Stadt ist: Leben im Kern der Stadt.

Stadt Borken hat Gebäudekomplex erworben

Hierzu hat die Stadt nun eine strategische Entscheidung getroffen und einen Gebäudekomplex an der Ecke Markt 13 / Heilig-Geist-Straße 3 direkt am Marktplatz erworben. Aktuell werden Teile des genannten Gebäudekomplexes unter anderem als Ladenlokal für “Dreier-Moden” und als gastronomische Räumlichkeiten für das “Klatsch” genutzt. Die Stadtverwaltung hat nach dem Erwerb aktiv das Gespräch mit den Nutzern gesucht und in der letzten Woche gemeinsam mit ihnen über die mittel- und langfristige Planung der Immobilie gesprochen. “Die Dreier-Moden GmbH bekennt sich zum Standort Borken und wird bereits in den kommenden Monaten Teile des aktuellen Ladenlokals am Marktplatz umbauen und in eine neue Einrichtung investieren”, so Theo Dreier, Geschäftsführer der Dreier-Moden GmbH, im Gespräch mit der Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. Unabhängig von möglichen Planungen der Stadt Borken für eine anderweitige Nutzung des Gebäudekomplexes soll Dreier-Moden in Borken weiterhin langfristig erhalten bleiben. Dreier-Moden und die Stadt Borken werden weiterhin in engem Austausch gemeinsame Gespräche über den Erhalt des Standortes in Borken führen.

Auch mit den “Klatsch”-Geschäftsführern hat die Bürgermeisterin gesprochen. Foto: Stadt Borken

Bisherige Mieter bleiben

Auch im “Klatsch” plant der Betreiber eine Aufwertung des aktuellen Standortes. Eine gut eingeführte Gastronomie soll erhalten bleiben und weitergeführt werden. “Auch hier ist in näherer Zukunft eine Investition zur Aufwertung des Standortes vorgesehen”, so Betreiber Jan Schepping.Die Praxis von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Dipl.-Heilpäd. Herbert Vehlken und der Studienkreis Nachhilfe Borken bleiben zunächst an dem Standort ebenfalls erhalten. Aktuell besteht aus Sicht der Stadt kein Handlungsdruck. “Ich bin mir sicher, dass für alle Beteiligte mittelfristig einvernehmliche Lösungen gefunden werden können.”, so Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. “Wir haben hier keinen Zeitdruck und werden die Weiterentwicklung in Ruhe aber zielorientiert angehen”, so Schulze Hessing weiter.

“Dritter Ort” für Borken

Der Erwerb bietet der Stadt Borken die Möglichkeit, die vorhandene Gebäudestruktur zu nutzen oder ganz oder teilweise durch einen Neubau zu ersetzen, um die Flächen dann anschließend für städtebauliche Entwicklungen zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt und Belebung des Marktplatzes zu nutzen. Dies könnte zum Beispiel durch die Ansiedlung kultureller oder gastronomischer Einrichtungen im Rahmen der geplanten “Kulturachse” erfolgen. Das Konzept für die Entwicklung der “Kulturachse” im Rahmen des Förderprogramms “Dritte Orte” des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW muss noch detailliert erarbeitet werden, sodass noch einige Zeit vergehen wird, ehe eine konkrete Planung und Umsetzung im Raum steht. Insbesondere das FARB, die Stadtbücherei und die VHS Borken werden ihren Beitrag zur Konzeptentwicklung leisten. Denkbar und gewollt ist auch die Einbindung kultureller und musikalischer Vereine sowie eines gastronomischen Partners. (pd/vr)