BORKEN. Zum ersten Spatenstich für die neue „Denkfabrik im Grünen“ trafen sich heute (Dienstag, 18.2.) Investoren und Gäste aus Politik und Verwaltung im Gewerbepark Hendrik-de-Wynen. Hier entsteht in mehreren Bauabschnitten ein multifunktionaler Bürogebäudekomplex für mehrere Firmen. Zu den Nutzern zählen unter anderem die Investoren selbst: Die Steuerberater-Kanzlei Mußenbrock & Partner, die Rechtsanwälte von Bongartz, Kastner & Partner aus Borken, das Software-Unternehmen Mensch und Maschine aus Velen sowie das Architekturbüro Hetkamp aus Borken.

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Das bereits bestehende Gebäude der Steuerberater bildet einen Schenkel des neuen Campus. Wie Hermann Mußenbrock in seiner Begrüßung erklärte, sei die erst 2012 bezogene Kanzlei bereits wieder zu klein geworden. Das sei Anlass gewesen, sich Gedanken über eine völlig neue Konzeption zu machen – eine „Denkfabrik im Grünen“. Architekt Jörg Hetkamp, der das Objekt geplant hat, erläuterte die Zielsetzung. „Wir verfolgen einen interdisziplinären Ansatz. Jedes Unternehmen hier hat sein eigenes Konzept, aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten, die sich aus dem neuen Arbeitsumfeld ergeben.“ So könne die Denkfabrik dazu beitragen, Teamgeist zu entwickeln, sich fortzubilden oder auch flexibler mit seiner Arbeitszeit umzugehen. „Es wird beispielsweise einen Glasbau geben, der als gemeinsamer Frühstücksraum oder für einen Mittagsimbiss genutzt werden kann. Die Besprechungsräume sind multimedial ausgestattet und können nach Bedarf gebucht werden. Die Schulungsräume können dem Austausch verschiedener Disziplinen dienen“, erläuterte der Planer. Auch Abendveranstaltungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten seien denkbar.

Wichtig sei den Investoren der fließende Übergang in das Waldgebiet um den Fliegerberg. Das „Grün“ im Namen der Denkfabrik sei sehr bewusst gewählt, so der Architekt. „Wir bauen energieeffizient nach dem KfW55-Standard. Geheizt wird über regenerative Energien mittels Erdsonde und Lufttauscher. Und wir werden die Außenanlagen und die Dächer begrünen, die Parkplätze wasserdurchlässig pflastern.“ Eine Photovoltaik-Anlage versorge den Komplex, der nach dem Endausbau rund 3000 Quadratmetern Bürofläche für 160 Mitarbeiter bieten soll.

Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing dankte den Investoren für ihr Engagement und wünschte ihnen sowie ihren Mitarbeitern viel Erfolg am Standort Borken und in den neuen Räumlichkeiten. Sie freute sich besonders über die weitere Entwicklung des Hendrik-De-Wynen-Gewerbeparks durch einen guten Branchenmix. Johannes Röring, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Landrat Dr. Kai Zwicker waren ebenfalls der Einladung zum Spatenstich gefolgt und hatten sich in einem ausführlichen Vorgespräch gemeinsam mit der Bürgermeisterin und den Investoren über das Vorhaben informiert. (kre)