Das zerstörte Borken bei Kriegsende. Foto: Stadtarchiv

BORKEN. Vor gut 75 Jahren, am 28. März 1945, drangen die ersten britischen Soldaten vorsichtig in das Stadtgebiet Borken vor und setzten dem Krieg und der nationalsozialistischen Herrschaft in Borken ein Ende. Vorausgegangen waren schwere alliierte Bombenangriffe, die den Stadtkern seit Mitte März weitestgehend zerstört hatten. Für die Zivilbevölkerung zählten diese Märzwochen zu denjenigen Erfahrungen, die für lange Zeit die eigenen Erinnerungen an den Krieg und seine Opfer prägen sollten. In einer Gedenkveranstaltung der Stadt Borken am Mittwoch, 28. Oktober, in der Stadthalle Vennehof wird daran erinnert.

In einer Collage aus Tagebüchern, Briefen, Erinnerungen und Dokumenten lässt das Rezitatoren-Paar Marion und Markus von Hagen aus Münster ein breites Spektrum von Menschen lebendig werden, die in konträren Rollen wohl oder übel in den Krieg und die nationalsozialistische Herrschaft eingebunden bzw. von ihr betroffen waren. Ausgewählt und kommentiert werden die Texte von Stadtarchivleiter Dr. Norbert Fasse. Der Osnabrücker Sänger, Gitarrist und Liedkomponist Günter Gall setzt musikalische Akzente mit zeitgenössischen Liedern über Krieg, Verfolgung und Widerstand. Begrüßung durch die Bürgermeisterin Mechthild Schulze Hessing.

Die Veranstaltung ist Teil der VHS-Reihe “Geschichte ist mehr…” und findet in Kooperation mit dem Stadtarchiv, dem Heimatverein Borken e.V. und dem FARB Forum Altes Rathaus Borken statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Aus Gründen des Corona-Infektionsschutzes ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Diese muss bis Montag, 26. Oktober, unter Angabe von Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse (auch von Mitanzumeldenden) an das stadtarchiv@borken.de gerichtet werden. In Ausnahmefällen ist auch eine telefonische Anmeldung im Stadtarchiv möglich. (pd/kre)