Foto: E. Kremer

RAESFELD. Wuselig war es heute am Jugendhaus. 40 Kinder waren gekommen, um am zweitägigen Workshop „Skaten lernen“ mit den Profis von „skate-aid“ aus Münster teilzunehmen. Dabei gehe es vor allem um Spaß, machte Coach Philipp Göckener deutlich. „Wir sind keine Lehrer, sondern geben nur Hilfestellung. Die Kids sollen sich ausprobieren und die Erfahrung machen, dass sie selbst es auf die Reihe bekommen. Das stärkt die Eigenverantwortung und das Selbstvertrauen. Die einzige Regel lautet: Nicht ohne Helm und Schoner aufs Board.“

Etliche Kinder hatten ihre eigenen Boards mitgebracht, andere konnten sich die Bretter von „skate-aid“ leihen. Der Clou aber war, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich selbst Skateboards aus dem Fundus von „skate-aid“ zusammenbauen und samt T-Shirt behalten durften. Möglich wurde das durch die Unterstützung des Energieversorgers „Westenergie“.

Wegen des regnerischen Wetters startete der workshop am und im Jugendhaus, nicht auf der Skateranlage an der Marbecker Straße. „Die Rutschgefahr auf den Rampen war zu groß und das Material mag auch kein Wasser“, so Coach Göckener, der sich mit drei weiteren Kollegen um die Kinder kümmerte und beim Zusammenbau der Boards half.

Zum Auftakt schaute sich auch Bürgermeister Martin Tesing das Geschehen an. „Der Workshop findet zum wiederholten Male in Raesfeld statt. Es ist jedes Jahr klasse zu beobachten, wie schnell die Kids Fortschritte machen und mit welcher Leidenschaft sie dabei sind“, so Raesfeld erster Bürger. Innerhalb einer Stunde würden auch Anfänger in der Regel sicher auf dem Board stehen, bestätigten die Coaches.

Der Workshop geht auf eine Initiative von Westenergie und der Organisation skate-aid zurück. Deutschlands vielleicht bekanntester Skater, Titus Dittmann, hatte skate-aid 2009 ins Leben gerufen. Die Organisation ist mittlerweile in 18 Ländern der Erde aktiv. Sie verhilft Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft zu einer besseren Zukunft. (kre)