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Pinsa aus dem PURO

Neues Gastronomiekonzept am Borkener Marktplatz

BORKEN. Das spanische Wort „puro“ heißt rein, natürlich, puristisch… So kommt auch „PURO“ daher, das neue Lokal am Marktplatz. Wo früher die Bäckereien Hollstegge und später Mensing Brot und Brötchen verkauften, gehen ab morgen mediterrane Speisen, herzhafte Bowls und leckere Weine über den Tresen. PURO versteht sich als Hybrid aus Weinbar, Slowfood-Restaurant und Feinkosthandel. Man kann hier also gut essen, gesellig beieinandersitzen sowie ausgesuchte Leckereien mit nach Hause nehmen.

„Wir präsentieren Slow Food mit gesunden und nachhaltigen Produkten“, beschreibt Gastro-Experte Martin Luible das Konzept. Der Bayer ist eigentlich als Berater in der Systemgastronomie tätig, war lange bei Vapiano. Seine Erfahrung und sein Wissen hat er nun in das neue Konzept eingebracht, das er zusammen mit dem Dorstener Eventmanager Hendrik Heeger (Eisbahn, Farbenwald etc.) entwickelt hat. Dazu gehören eine leichte und gesunde Küche mit Zutaten, die zum Teil aus dem mediterranen Raum kommen, aber vielfach auch regionalen Ursprungs sind. „Bei der Auswahl der Produzenten haben wir zudem darauf geachtet, dass sie umweltfreundlich arbeiten und gesunde Produkte herstellen. Unser Reis kommt zum Beispiel aus Österreich und ist im Gegensatz zu vielen asiatischen arsenfrei. Bowls und Salate haben Toppings wie Fair-Mast-Hähnchen oder Büffelmozzarella vom Hof Kragemann in Rhede.“ Den Apfel- und Käsekuchen zum Kaffee habe man zusammen mit der Bäckerei Jägers entwickelt.

Eine Spezialität im PURO ist Pinsa, ein historischer Vorläufer der Pizza, der aber auch einer Focaccia ähnelt. „Er wird aus Weizen-, Reis- und Sojamehl gefertigt. Der Teig ruht zudem 72 Stunden. Die Pinsa ist somit viel bekömmlicher als eine Pizza und liegt nicht so schwer im Magen“, sagt Martin Luible. In der Küche stehen Klaus Konert, der in der Region kein Unbekannter ist, sowie eine gelernte Slow-Food-Köchin. Preislich soll sich das Angebot an gehobener Fastfood-Gastronomie orientieren, es gibt aber Tischbedienung. „Der Gast soll sich wohlfühlen und genießen“, bringt es Luible auf den Punkt und nennt die Preise „fair“.

Für die gute Atmosphäre sorgt nicht zuletzt die stylishe Einrichtung – drinnen wie draußen. Sie hat ein modern-mediterranes Flair. Das Design stammt von einem spanischen Architekten, umgesetzt hat es der Borkener Architekt Ulf Gantefort. Als Investoren stehen Christian Ernst (Avia Klöcker) und Eberhard Reiche, Besitzer der Immobilie, dahinter. Ihnen allen geht es nach eigenem Bekunden auch um die Belebung des Marktplatzes und der Innenstadt.

PURO hat täglich von 12 bis 21 Uhr geöffnet, donnerstags, freitags, samstags und sonntags bis 22 Uhr. Nach einer gewissen Erprobungsphase soll auch schon morgens geöffnet und Frühstück angeboten werden. Das Konzept ist systemgastronomisch angelegt, soll später möglichst Kreise ziehen. „Borken ist quasi das Versuchslabor“, sagt Christian Ernst, der Inhaber von Avia Klöcker ist. Ob sich daraus vielleicht sogar eine Express-Version für seine Tankstellen entwickeln könnte, müsse man abwarten.

Dem Redakteur hat es übrigens gut geschmeckt. (kre)

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