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KREIS BORKEN. Die Masche ist immer die gleiche: Die angeblichen – häufig nur Englisch oder gebrochen Deutsch sprechenden – Microsoft-Mitarbeiter behaupten, dass der Rechner des Angerufenen Fehler aufweise, von Viren befallen oder gehackt worden sei oder ein neues Sicherheitszertifikat benötige und bieten ihre Hilfe an. Dazu sollen ihre Opfer auf ihren Geräten eine Fernwartungssoftware installieren, mit der die angeblichen Probleme gelöst werden können. Auch ein 23-jähriger Mann aus Ahaus ging jetzt auf ein solches Angebot ein und ließ sich eine Software installieren, die den Fernzugriff auf seinen PC erlaubte. Die erbeuteten Daten nutzen die Diebe, um ihn um Geld in Form eines Gutscheins zu erleichtern.

Mit Fernwartungssoftware haben Betrüger Zugriff auf die Rechner ihrer Opfer und können sensible Daten ausspähen, beispielsweise Passwörter für das Online-Banking. Darüber hinaus verlangen sie für ihre vermeintliche Service-Leistung eine Gebühr. Manchmal fordern sie für das Erneuern einer angeblich abgelaufenen Lizenz ebenfalls Geld oder sie überreden ihre Opfer dazu, einen kostenpflichtigen Wartungsvertrag einzugehen. Weigern sich die Betroffenen zu zahlen oder auf das Angebot einzugehen, drohen die Täter mit dem Sperren des Rechners und dem Verlust der Daten. Sie fragen u.a. nach den Kreditkartendaten oder nutzen während des Fernzugriffs das Online-Banking des Geschädigten. Unter dem Vorwand, die Transaktion sei fehlgeschlagen, verlangen sie u.a. Zugriff auf weitere Zahlungsarten und fordern eine nochmalige Zahlung. Zum Teil werden die Opfer dazu aufgefordert, im Supermarkt oder an der Tankstelle Gutscheincodes für das Bezahlen im Internet zu erwerben.

Tipp der Polizei: „Lassen Sie sich nicht auf die Forderungen ein und beenden Sie das Gespräch, ohne Daten preiszugeben!“ Auf der Internetseite der Polizeiberatung https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/falsche-microsoft-mitarbeiter/ gibt es weitere Ratschläge zum richtigen Verhalten. (pd/kre)