Hinter den Kulissen von „Haus Kummerveldt“ im Textilwerk Bocholt. Am zweiten Juliwochenende wird die Webserie im Innenhof des Museums gezeigt. Foto: Kathrin Ahäuser

BOCHOLT. Das TextilWerk Bocholt zeigt in der kommenden Woche zwei Filme im Open-Air-Kino. Am Freitag (9.7.) läuft im Innenhof der Spinnerei „Der junge Karl Marx“ und am Samstag (10.7) flimmert „Haus Kummerveldt“ über die Leinwand. Die Filme starten um 21.30 Uhr. Bereits ab 20 Uhr können die Besucherinnen und Besucher exklusive Eindrücke in die Drehorte der beiden Filme auf dem Museumsgelände erhalten.

Der Historienfilm „Der junge Karl Marx“ des Regisseurs Raoul Peck aus dem Jahr 2017 beleuchtet die prägende Lebenszeit von Karl Marx zwischen 1843 und 1848. In dieser Zeit begegnete Karl Marx dem jungen Fabrikantensohn Friedrich Engels. Zunächst ist ihm der Fabrikantensohn suspekt, doch schon bald stellt sich heraus, dass Engels die Ansichten zur Ausbeutung des Proletariates mit Marx teilte. Gemeinsam entwickeln sie eine Utopie für eine gerechtere Gesellschaft mit revolutionärem Potential. Zur Besetzung gehören neben August Diehl auch Stefan Konarske und Vicky Krieps.

Die sechsteilige Webserie „Haus Kummerveldt“ aus dem Münsterland, die Ende des 19. Jahrhunderts im Adelskontext spielt, handelt von Ausbruch und weiblicher Emanzipation. Luise von Kummerveldt will weltberühmt werden, am liebsten als Schriftstellerin. Doch das Deutsche Kaiserreich sieht keinen weiblichen Handlungsspielraum in dieser patriarchalen Gesellschaft vor.

Der Eintritt zu den Kinoabenden ist frei. Es ist aber eine Anmeldung erforderlich für den Film und/oder das Begleitprogramm. Dazu genügt eine E-Mail an textilwerk@lwl.org oder ein Anruf unter 02871-216110. Am Tag der Veranstaltung ist der Nachweis über eine Corona-Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test mitzubringen. (pd/kre)