Bereitschafts-Notdienst vor dem Aus

Kinder und Jugendliche sollen voraussichtlich ab Mai zentral im Krankenhaus Bocholt behandelt werden.

Ist das Kind am Wochenende oder außerhalb der Sprechzeiten krank, dürfte es zukünftig für viele Eltern schwierig werden, den Notdienst aufzusuchen. Foto: Adobe Stock/Kaspars Grinvalds

Kreis Borken. Wie der Kinder- und jugendärztlicher Notdienst Borken Bocholt Rhede Heiden am heutigen Montag (7. Januar) mitteilte, plant die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe in diesem Jahr den kinder- und jugendärztlichen Notdienst in den Kinder- und Jugendarztpraxen abzuschaffen. Voraussichtlich ab dem 1. Mai soll der kinderärztliche Notdienst nur noch zentral im Krankenhaus in Bocholt stattfinden. “Ziel ist es, den kinderärztlichen Notdienst an die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Agnes-Hospital zu binden, und das für ambulante ebenso wie für stationäre Fälle”, erklärt Vanessa Pudlo, Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, die Neuausrichtung. So sei es in vielen Regionen bereits jetzt üblich, dass es für mehrere Gemeinden und Städte eine zentrale Notdienst-Anlaufstelle gibt, sodass Eltern nicht erst nach der Notdienst-Praxis suchen und verschiedene Praxen anfahren müssen.