Sabine Schnorr und ihr Team vom Stadthotel (links) sowie Julia Ohters und Lisa Stegger von der Wirtschaftsförderung stellten heute das Ehepaar Becher (rechts) als neue Pächter des Restaurants im Stadthotel (ehemals „Kleine Linde“) vor. Foto: E. Kremer

BORKEN. Angela und Wolfgang Becher, Inhaber des Cafés Becher in der Innenstadt, übernehmen den Restaurantbetrieb im Stadthotel. Genauer gesagt, wird die ehemalige „Kleine Linde“ wiederbelebt. Die Küche wird derzeit renoviert, auch die Innenräume und die Terrasse mit je 75 Plätzen bekommen ein frisches Gesicht. Am 24. Juli soll das Lokal unter dem neuen Namen „Levi’s“ erstmals öffnen.

„Das Stadthotel ist immer das erste Haus am Platze gewesen und entsprechend interessant für uns. Zumal wir hier Synergien mit unserem Café erzeugen können. Den Namen trägt das Restaurant nach unserem zweijährigen Enkel Levi“, berichtete Wolfgang Becher beim heutigen Pressegespräch. Sabine Schnorr und ihr Team des Stadthotels sind froh über den neuen Pächter. „Das ging innerhalb von fünf Wochen über die Bühne, auch dank der tollen Unterstützung durch die städtische Wirtschaftsförderung“, so Schnorr und erhofft sich weiteren Auftrieb bei der Belegung. Bislang konnten sie ihren Gästen nur ein Frühstück anbieten.

Dauerhaft wollen die Bechers auch den Saal des Stadthotels mitnutzen. „Ganz sicher wird es hier wieder Beerdigungskaffee geben und auch Feste sollen hier wieder möglich sein. Das ist aber erst im zweiten Schritt geplant“, so Angela Becher. Derzeit stelle man das Team zusammen, zwei Köche sind schon verpflichtet, ein Restaurantleiter wird noch gesucht. Mobiliarbestellung, Probekochen, Außenwerbung… – bis zur Eröffnung sieht das Ehepaar Becher noch viel Arbeit vor sich.

Worauf dürfen sich die Borkener freuen? „Auf ein Lokal mit Ambiente und Erlebnischarakter“, so Wolfgang Becher. Die Speisekarte ist überschaubar, bietet aber Küche von gehobenem Niveau. Wachtelbrust, Weiße Tomatenschaumsuppe, Gebrannter Bachsaibling, Rumpsteak an Topinamburpürree oder Maishähnchenbrust sind sicherlich kein Standard. Auch vegetarische Speisen stehen auf der Karte. Wer es handfester mag, kann mit Lachsfilet und Wiener Schnitzel glücklich werden.

Der Abschluss des Mietvertrages ist das fünfte Projekt in Borken, das durch Nutzung eines Förderprogrammes des Landes NRW zustande kam. Das „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte“ fördert Vermietungen leerstehender Objekte. Die bisherige Miete muss dafür seitens des Vermieters deutlich reduziert werden. 20 Prozent der Miete werden durch das Land NRW und die Stadt für die Dauer von 24 Monaten aufgebracht. Laut Lisa Stegger von der Wirtschaftsförderung der Stadt stehen noch eine Vielzahl weiterer Vermietung von Leerständen an. Laut der Programmbewilligung 2020 des Landes bekommt die Kreisstadt über 400.000 Euro aus dem Fördertopf zur Stärkung der Innenstädte. (kre)