Widerstandskämpferin Katharina Staritz. Fotos: Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin

MÜNSTERLAND. Am Dienstag, 25. März, laden die Evangelische Erwachsenenbildung und das Referat für Frauenarbeit zu einem Online-Vortrag zum Thema „Der Einsatz protestantischer Frauen für jüdische Menschen in der NS-Zeit“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 und endet um 21:15 Uhr. Der Termin wurde vom 9. März auf den 25. März verschoben.

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Männer wie Dietrich Bonhoeffer oder Martin Niemöller sind heute wohlbekannt. Aber wer kennt Elisabeth Schmitz oder Katharina Staritz? In zwei Kurzvorträgen werden die Lebensgeschichten der beiden Frauen durch Frauenreferentin Heike Bergmann und Erwachsenenbildungsreferentin Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder vorgestellt.

Die Historikerin und Pädagogin Schmitz gehörte der Bekennenden Kirche an. 1935 schrieb sie eine singuläre Denkschrift, in der sie die NS-Judenverfolgung anklagte und ihre Kirche zum Protest aufforderte – vergeblich. Während der Kriegsjahre stand sie – zusammen mit anderen mutigen Frauen in Berlin – im aktiven Rettungswiderstand zugunsten verfolgter Juden.

Ähnlich wie Schmitz setzte sich auch die Theologin Katharina Staritz als Stadtvikarin in Breslau couragiert für die evangelischen „Nichtarier“ ein. Auch ihr Appell an die Leitung ihrer Kirche, sich für die Christen jüdischer Herkunft einzusetzen, wurde ignoriert. 1941 wurde sie von der Kirchenleitung suspendiert und zeitweilig im KZ Ravensbrück inhaftiert.

Anmeldung bei Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, E-Mail: esther.bruenenberg@ekvw.de, Tel.: 0175/2180681. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden einen Zoom-Link sowie eine Zoom-Anleitung. Die Teilnahme ist kostenfrei. (pd/kre)

Elisabeth Schmitz setzte sich für evangelische „Nichtarier“ und Christen jüdischer Herkunft ein.