Seit Samstag steht dieser Monolith vor der Jugendburg Gemen. Fotos: E. Kremer

GEMEN. Seit Samstagabend steht auf der Wiese vor dem Haupteingang zur Jugendburg eine Säule aus blank poliertem Stahl. Der Grundriss ist dreieckig, die Seitenflächen sind jeweils ca. 80 cm breit und rund drei Meter hoch. Ähnliche Säulen, Monolithen genannt, werden seit November weltweit aufgefunden. Die erste wurde im US-Bundesstaat Utah entdeckt. Wie das Gemener Modell stehen sie quasi über Nacht urplötzlich in der Landschaft, meist an exponierten Orten. Monolithen tauchten auch in Deutschland in Schwangau bei Neuschwanstein und in der hessischen Taunusgemeinde Sulzbach auf. Außerdem gab es Anfang letzter Woche Fundmeldungen von der britischen Isle of Wight, aus den Niederlanden, Spanien, Belgien und den USA.

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Gleich schossen Phantasien ins Kraut, nach denen Außerirdische die mysteriösen Monolithen aufstellen und nach wenigen Tagen wieder abholten. Auch der berühmte Straßenkünstler Banksy wurde als Erklärung bemüht. Zuletzt meldeten sich die Macher der australischen Comedy-Serie “Aunty Donna’s Big Ol’ House of Fun”, die im November angelaufen ist. Offiziell wurde ihre Urheberschaft aber noch nicht bestätigt. Wahrscheinlich gibt es mittlerweile auch zahlreiche „Trittbrettfahrer“.

Dass die Gemener Version außerirdischen Ursprungs ist, darf getrost ins Reich der Märchen verwiesen werden. Sie ist auf jeden Fall höchst irdischen Ursprung und weist eher auf gute münsterländische Handwerksqualität hin. Und auch künstlerisch hat sie ihre Reize. Sie erlaubt immer neue Perspektiven auf die Jugendburg und deren Umgebung. Die Aufsteller haben sie offensichtlich sehr sorgsam ausgerichtet. Die HALLO-Redaktion hat einige Ansichten im Foto festgehalten. (kre)