Großes Interesse herrschte bei der Vorstellung des Museumswagens der Interessengemeinschaft Geometerpfad. Foto: PD

Kreis Borken. Viele interessierte Zuschauer hatten sich Ende November am Hessenspoor/Zum Brook, an der Ruthenbank in Rhedebrügge eingefunden, um bei der Vorstellung des mit Fördermitteln der Europäischen Union und des Landes NRW erstellten Anhängers “Mobiles Museum – Landvermessung früher und heute” dabei zu sein. Alois Nienhaus, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Geometerpfad, begrüßte in plattdeutscher Sprache die geladenen Gäste. Dies waren die Bürgermeisterin von Borken, Mechtild Schulze Hessing, der Bürgermeister von Rhede, Jürgen Bernsmann, LEADER-Manager Alexander Jaegers, Ursula Wendholt von der Stadt Borken sowie die Sponsoren Sparkasse Westmünsterland, vertreten durch Michael Ahlte, die Volksbank Rhede, Ortsvorsteher Thomas Gantefort, Heino Fahnenbruck und Frank Nienhaus.

“Supertoll is dat wodden”!

Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing

Der Vorsitzende erwähnte, es sei nach der Vereinsgründung im Jahre 2016 zunächst geplant gewesen, ein Gebäude mit Glaswänden auf der dort angrenzenden Wiese zu errichten, damit die Nutzer des Radweges sich bei einer Rast die Ausstellung ansehen könnten. Wegen der Lage im Außenbereich sei aber von den zuständigen Behörden das Vorhaben abgelehnt. Jetzt sei der Vorstand von Geometerpfad aber sehr froh darüber, einen Tieflader-Anhänger als fahrbaren Ausstellungsraum zu haben. Der Wagen mit Glaswänden ist flexibel einsetzbar “und doch vull schöner, et iss ja een Schmuckstück”, so Nienhaus. Die Borkener Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing, gleichzeitig auch Vorsitzende der LAG (Leader-Aktionsgruppe), ließ es sich nicht nehmen, auch in plattdeutsch zu den Anwesenden zu sprechen. Sie sei auf dem Lande aufgewachsen und könne “platt proaten, denn in de Heimatpflege iss de plattdütsche Sproake ganz wichtig. Datt passt ok ganz good bie denn Geometerpfad, weil denn Verein ok olle Techniken dorstellt”. Als sie erstmals von dem Vorhaben zum Ausbau eines Tieflader-Anhängers als fahrbares Museum gehört habe, hatte sie zunächst an ein Gefährt gedacht, das aussehen würde wie “ne Vehbunge”. Mit dieser Vorstellung habe sie sich aber gewaltig geirrt, und merkte an: “Denn Wagen iss ja richtig Schick wodden, doamet kann man jo no Scholen und Hochscholen füern,  um doa den Jugendlichen to zeigen, wie dat früher bi de Landvermätung makt wodden is. Denn Wagen meck bestimmt de Löe richtig nijschierig. Datt is een supertolles Projekt und beispielhaft, wie man watt up de Beene stellen kann.”

Wie Alois Nienhaus bekannt gab, wird der Wagen in den Wintermonaten eingerichtet, sodass er im Frühjahr auf Tour gehen kann. (pd/vr)