Spezialkräfte der Polizei waren am Mittwochabend in Bocholt im Einsatz. Foto: AdobeStock

Bocholt. Weil sie Schlimmeres vermuten mussten, drangen Polizisten am Mittwochabend in die Wohnung eines 43-jährigen Bocholters ein und überwältigten ihn. Familienangehörige hatten die Polizei alarmiert, da sich der Mann mit einer Axt im Garten seines Hauses aufhielt und aufgrund seines psychischen Zustands nicht auszuschließen war, dass er für sich und andere eine Gefahr darstellt. Das meldet die Pressestelle der Kreispolizei.

Die Polizei sperrte die Örtlichkeit im Bereich des Kreisverkehrs “Burloer Weg/Unter den Eichen” ab und zog Spezialeinheiten hinzu. Der 43-Jährige war allein und hatte keine Personen in seiner Gewalt. Die Polizei versuchte auf verschiedenen Wegen mit dem Mann Kontakt aufzunehmen, um die Situation kommunikativ klären zu können. Der 43-Jährige reagierte jedoch nicht. Er hatte sich zwischenzeitlich ins Haus zurückgezogen und die Axt im Garten zurückgelassen, so dass die Polizei diese sicherstellen und aus dem Gefahrenbereich bringen konnte.

Letztlich drangen Polizeibeamte gewaltsam in das Einfamilienhaus ein, wo sich der 43-Jährige in einem Zimmer eingesperrt hatte. Er reagierte weiterhin nicht auf die Kommunikationsversuche, so dass die Beamten sich Zugang zu dem Raum verschafften. Dort überwältigten sie den Mann, der ein großes Messer griffbereit gehalten hatte. Der 43-Jährige erlitt leichte Verletzungen, die vor Ort versorgt wurden. Der Einsatz wurde kurz vor Mitternacht beendet. Das Ordnungsamt wurde hinzugezogen und der Bocholter in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. (pd/kre)