Häufig keine gute Idee: Das Abflämmen von Unkraut. Foto: AdobeStock

GRONAU. Ein Millionenschaden verursachte am Dienstag der Brand einer Firmenhalle an der Düppelstraße in Gronau. Das meldet heute die Kreispolizei. Gegen 14.30 Uhr war ein 35-jähriger Arbeiter damit beschäftigt gewesen, Unkraut zu entfernen. Dafür benutzte er einen Gasabflämmer. Zunächst geriet auch nur Unkraut in Brand. Kurze Zeit qualmte es jedoch aus der Verkleidung der Firmenhalle. So schildert es der Arbeiter selbst. Erste Löschversuche des Gronauers schlugen fehl. Die alarmierte Feuerwehr konnte schließlich den Brand, der mittlerweile bis zum Dach der Halle vorgedrungen war, unter Kontrolle bringen und ihn schließlich komplett löschen. Die Ausdehnung des Feuers auf einen benachbarten Möbelmarkt konnte verhindert werden.

Für die Löscharbeiten wurden die Ochtruper Straße, die Düppelstraße, der Jöbkesweg und die Dieselstraße für circa 2,5 Stunden für den Verkehr gesperrt. Der Möbelmarkt und ein Bürogebäude wurden evakuiert. Die ersten Erkenntnisse zur Brandursache konnten Experten des Kriminalkommissariats 11 bestätigen. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung durch unachtsamen Umgang mit dem Gasabflammgerät gegen den Gronauer ein.

In der letzten Zeit ist es im Kreisgebiet immer wieder zu Bränden gekommen, die ihre Ursache in Abflammarbeiten von Unkraut haben. Bei der Nutzung von Gasbrennern entstehen extrem heiße Gase, die “unsichtbar” ihren Weg an entlegene Orte finden und dort Schaden verursachen. Auch in Lünten haben solche heißen Gase zunächst für einen nicht wahrnehmbaren Schwelbrand in einer Scheune und circa eine Stunde nach den Arbeiten für offene Flammen gesorgt. Die Polizei empfiehlt daher eindrücklich, Unkraut bei dieser trockenen Witterung durch weniger gefährliche Mittel zu beseitigen. (pd/kre)