Jung und alt verfolgen aktuell das Geschehen auf der Tapetenwechsel-Baustelle in Hovesath. Hier entsteht ein Wohnprojekt für mehrere Generationen. Foto: Lisa Kannenbrock

BORKEN. Durch die Lage am Kapitalmarkt streben immer mehr Investoren nach „Betongold“. So werden mehr oder weniger große Mietshäuser hochgezogen. Der Bauherr entscheidet, wie alles aussieht und sucht zum Schluss die Mieter aus.

In Hovesath entsteht derzeit ein Mietobjekt, bei dem alles anders ist. Viele der zukünftigen Mieter haben sich zum schon Jahre vorher gefunden, andere sind im Verlauf der Planung dazu gestoßen. Dabei hat der Verein Tapetenwechsel, der gegründet wurde, um ein solches Projekt zu realisieren, das Belegungsrecht für die Wohnungen. Alle Mieter kennen sich, bevor sie einziehen.

Bei der Planung waren die zukünftigen Bewohner einbezogen. So ist es nicht verwunderlich, dass fast täglich Tapetenwechsler an der Baustelle zu sehen sind. In der WhatsApp Gruppe gibt es dann Fotos zum aktuellen Stand und der Baufortschritt wird bejubelt.

Auch wenn bei Bau nicht mit Hand angelegt wird, so gibt es doch genug zu tun. Die gemeinschaftlichen Anlagen werden geplant, wie Außenanlagen, Gemeinschaftsraum, Hobbyraum, Waschraum, etc. Eine Hausordnung wird erarbeitet und festgelegt, wie die Pflege des Objektes erfolgt. Hier wird nicht das „all-inclusive“ Wohnen angestrebt, sondern eigenes Tun und Verantwortung für die eigene Wohnung und die gemeinschaftlichen Einrichtungen. Neben dem Wunsch, umwelt- und energiebewusst zu wohnen, steht auch der nach einer Minimierung der Nebenkosten durch Eigenleistung. (pd/kre)