Eine Glosse von HALLO-Redakteur Ewald Kremer

„Corona wird die Menschen irgendwann alle in den Wahnsinn treiben“, meinte jüngst eine Freundin zu mir. „Warum benutzt Du das Futur?“, war meine Antwort. „Es gibt doch genug Beispiele dafür, dass es längst schon so weit ist.“ „Kitas und Schulen bleiben dicht – die Mutanten sind da!“, hat schon vor Wochen Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, verkündet. Der Mann hat recht, wie die folgenden Corona-Nachrichten zeigen:

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In Chile hat eine Tierärztin sich und ihre Mitarbeiter mit einem Mittel für Hunde geimpft. Der Impfstoff soll Coronaviren abwehren, allerdings nicht unbedingt SARS CoV 2. Sie sei tatsächlich nicht krank geworden, erklärte die Tierärztin. Ob das als wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit reicht? Gefährlich!

Harmlos hingegen war der Inhalt einer Charge Pfizer-Vakzin, die in Polen beschlagnahmt wurde. In den Ampullen war kein Impfstoff, sondern nur eine Anti-Faltencreme. Dem Hörensagen nach bietet der polnische Zoll jetzt wöchentlich einen Beauty-Tag für alle Beschäftigten an und beim Grenzverkehr läuft seitdem alles glatt.

Die Corona-Pandemie scheint auch bei uns in Deutschland die kriminelle Energie zu fördern. Ein mehrfach vorbestrafter, 30jähriger Hamburger und seine Komplizen hatten dem Gesundheitsministeriums 23 Millionen Schutzmasken für 109 Millionen Euro verkauft, aber die fällige Umsatzsteuer von 17, 5 Millionen Euro nicht an Vater Staat entrichtet. Stattdessen kauften sie von dem fetten Gewinn Autos der Marken Rolly Royce und Bentley. Nicht die feine englische Art, fand das Finanzamt. Bei Steuerhinterziehung kennt es keine Gnade. Der wucherische Maskenpreis von 4,73 Euro pro Stück wurde nicht beanstandet.

Realitätsverlust prägt auch die Deutsche Fußball-Liga. Aber das ist ja eigentlich nichts Neues. Die DFL verschärft für den Rest der Saison ihre Corona-Regeln. Vom 12. Mai an sollen sich die Fußballprofis nur noch zwischen Wohnung, Hotel und Trainingsplatz bewegen dürfen. Die neue Regelung hat wenig mit der Sorge um die Gesundheit der Spieler zu tun. Es geht nur darum, die Saison sauber beenden zu können. Stichwort Hertha BSC. Nicht, dass die Spielzeit noch für ungültig erklärt wird und man auf Schalke ganz umsonst Tränen vergossen hat.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der Globus etwas weniger quietscht und eiert, weil in der Pandemie weltweit die Mobilität zurückgegangen ist. Das sorgt für weniger Schwingungen auf dem Erdball, so wie sonst nur an Weihnachten.

Im gleichen Kontext ist diese Nachricht zu betrachten: Da es nur noch rund 15 Prozent des weltweiten Flugverkehrs gibt, sind die Wetterprognosen schlechter geworden. Denn die Flugzeuge erfassen jede Menge Daten über Wind, Temperatur und Niederschlag, die den Wetterforschern nun fehlen.

Ob gutes oder schlechtes Wetter, in Panama konnte man 2020 darauf keine Rücksicht nehmen, wenn man vor die Tür wollte. Die Corona-Ausgangssperre dort sah nämlich vor, dass montags, mittwochs und freitags nur Frauen ihre Wohnungen verlassen durften. Die Männer bekamen dienstags, donnerstags und samstags Ausgang. Sonntags blieben alle zuhause. Hier hätte ich gleich eine Vielzahl an Fragen, denen Forscher nachgehen könnten.

Eine interessante Methode, für Impfungen zu werben, hat man kürzlich in New York entwickelt. „Joint for Jabs“ hieß es da. Wer sich gegen das Coronavirus impfen ließ, bekam einen kostenlosen Joint ausgehändigt – ganz legal. Wäre das nicht auch etwas für uns? Es würde jedenfalls manchen Impfskeptiker, Masken-Kläger und Corona-Schwurbler etwas entspannter machen.