Verkehrsminister Hendrik Wüst (r.) überreichte heute morgen die Förderzusage an Landrat Dr. Kai Zwicker (l.) und Heidens Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp. Foto: E. Kremer Bürgermeister

HEIDEN. Eine Förderzusage über 474.100 Euro konnte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst heute an Landrat Dr. Kai Zwicker und Heidens Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp überreichen. Das Geld ist für den Bau eines Radweges bestimmt, der an der Kreisstraße 55 entlang vom Ortsausgang Heiden bis zum Campingplatz am Römersee führen soll. Ein 1,6 Kilometer langer Lückenschluss, der die Fahrt mit dem Fahrrad zwischen Heiden und Ramsdorf deutlich sicherer macht.

„Wir sehen ja auch heute Morgen, wie viele Autos hier entlangkommen und wie schnell sie unterwegs sind“, so Landrat Zwicker. Der Kreis habe es sich zum Ziel gesetzt, alle Kreisstraßen mit Radwegen auszustatten. „Eine Mammutaufgabe“, meinte Hendrik Wüst und lobte das Engagement. „Wenn überall so viele Menschen mit dem Rad unterwegs wären wie im Kreis Borken, würde die Verkehrswende deutlich schneller gelingen“, so der Verkehrsminister. Hier liege der Anteilo am Verkehrsaufkommen bei 30 Prozent. Eine wichtige Rolle würden Pedelecs spielen. „Sie geben uns die Chance, die Radmobilität auch in bergige Regionen zu bringen“, so Wüst. Das Land NRW baue seine Radwegeförderung von aktuell 54 Millionen auf 102 Millionen Euro in 2022 aus.

In den Bau des neuen Radwegs zwischen Heiden und Ramsdorf fließen sowohl Bundes- als auch Landesmittel. Die noch fehlenden Anteile werden zu je fünf Prozent von Kreis und Gemeinde beigesteuert. Insgesamt seien für den Radweg Kosten von 525.000 Euro veranschlagt worden, erklärte Christian Abbing, Abteilungsleiter Kreisstraßenbau- und -unterhaltung. Bis zu zehn Jahre dauert ein Radwegprojekt von der ersten Planung bis zur Fertigstellung. Der Flächenkauf sei dabei die schwierigste Sache. Der Radwegebau an der K55 soll im Frühjahr beginnen, im Sommer 2022 könnten die Radfahrer ihn voraussichtlich erstmals nutzen. (kre)