„Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, Helfer beim Helfen zu schützen“: WLV-Kreisgeschäftsführer Jörg Sümpelmann (r.) hat heute dringend benötigte Schutzbekleidung an Dr. Amin Osman von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe übergeben. Foto: Stephan Wolfert, WLV

Kreis Borken. 1000 Schutzanzüge und zusätzliche Überziehschuhe hat heute der Kreisverband Borken im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) an die Bezirksstelle Borken der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) übergeben. Die von Bauernfamilien gespendete Bekleidung wird nun kurzfristig an Arztpraxen im Westmünsterland weiterverteilt, wo es im Zuge der Corona-Krise allenthalben an Schutzbekleidung fehlt.

Ein schneller Aufruf am letzten Wochenende per WhatsApp in die Bauernschaften hinein genügte: Innerhalb von zwei Tagen kamen eingeschweißte, original-verpackte Schutzanzüge, Überziehschuhe und teilweise auch Mundschutz und Einmalhandschuhe aus allen Richtungen tausendfach in der Kreisgeschäftsstelle des WLV zusammen. Geschäftsführer Jörg Sümpelmann konnte die Spenden karton- und tütenweise heute an Dr. med. Amin Osman als Leiter der KVWL-Bezirksstelle übergeben. Osman dankte den Landwirten für ihre Hilfsbereitschaft: „Es tut gut zu erleben, dass man in diesen schweren Zeiten im Kreis Borken zusammensteht.“ Auch die Borkener Geschäftsstellen von Landwirtschaftskammer und WLV spendeten Anzüge aus ihren Reservebeständen: „Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, Helfer beim Helfen zu schützen“, so Sümpelmann.

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Hygiene spielt auch in tierhaltenden Betrieben eine entscheidende Rolle für die Gesunderhaltung von Mensch und Tier. Landwirte sind verpflichtet, für sogenannte betriebsfremde Personen Schutzbekleidung bereitzuhalten. Wenn Besucher die Stallungen betreten wollen, müssen diese generell Overalls und spezielle (Einweg)Schuhe überziehen. Dies dient dazu, die Übertragung von Keimen zu verhindern – als Schutz für die Menschen, aber vor allem auch für die Tiere. Da Betriebsbesuche derzeit ohnehin auf das Mindestmaß zurückgefahren wurden, können Landwirte Kontingente erübrigen. (pd)