Kriminalstatistik: Weniger Einbrüche, weniger Fahrraddiebstähle, aber auch weniger Respekt vor Einsatzkräften

Kreis Borken. Die Anzahl der Straftaten im Kreis Borken ist im vergangenen Jahr weiter gesunken, die Aufklärungsquote liegt bei über 50 Prozent. Diese Zahlen aus der aktuellen Kriminalstatistik konnte jetzt Landrat Dr. Kai Zwicker präsentieren. 6,9 Prozent weniger Verbrechen wurden gezählt, insgesamt aber immerhin noch 20.700 Gewaltdelikte registriert.

Insbesondere die Zahl der Wohnungseinbrüche sank erneut auf nunmehr 366 Taten. Bis 2017 waren die Fallzahlen noch kontinuierlich gestiegen. Zwicker machte dafür polizeiliche Maßnahmen und eine bessere Wohnungssicherung durch die Bewohner des Kreises verantwortlich.

Auch bei den Fahrraddiebstählen konnte ein Rückgang verzeichnet werden. 3048 Räder wurden gestohlen gemeldet, ein Minus von 12,2 Prozent. Insgesamt sank die Anzahl der Diebstähle um fast 1000 Delikte. Allerdings wurden 143 Autos gestohlen, 43 mehr als in 2018 und überwiegend hochwertige Wagen. Die Zahl der Diebstähle an Kfz hingegen nahm um fast ein Viertel ab. Obwohl laut Carsten Berg, Direktionsleiter Kriminalität, offenbar Gruppen im Kreisgebiet unterwegs sind, die es auf Werkzeug aus Firmenwagen abgesehen haben.

Auch in den Kategorien Straßenkriminalität, Drogendelikte, einfache Körperverletzung, Ladendiebstahl und Vermögensdelikte sanken die Fallzahlen. Landrat Dr. Kai Zwicker zeigte sich entsprechend zufrieden, wies aber auch darauf hin, dass immer noch in mehr als 20.000 Fällen Menschen Opfer von Straftaten wurden. Nicht tolerierbar sei der zurückgehende Respekt gegenüber Einsatzkräften der Polizei, der Rettungs- und Hilfsdienste, so der Landrat. Als Leiter der Kreispolizeibehörde stehe er fest an der Seite seiner Mitarbeiter und stelle regelmäßig Strafanträge gegen die Täter. (pd/kre)