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Borken. Nachdem aktuell die ersten Coronavirus-Infektionen in Nordrhein Westfalen bestätigt wurden, wächst auch im Kreis Borken die Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Virus. Wie Karlheinz Gördes, Pressesprecher des Kreis Borken, am heutigen Donnerstagvormittag (27. Februar) auf HALLO-Anfrage bekannt gab, ist der Kreis Borken auf mögliche Coronavirus-Fälle in der Bevölkerung bestens vorbereitet. Die bereits vorhandenen Anweisungen für den Umgang mit möglicherweise infektiösen Patienten wurden beim Rettungsdienst des Kreises bereits um Besonderheiten des Coronvirus erweitert. Dabei werden die Vorgaben insbesondere um Melde- und Informationswege ergänzt (beispielsweise an die ärztliche Leitung Rettungsdienst und das Kreisgesundheitsamt). Der eigentliche Umgang mit den potentiell infizierten Patienten entspricht den bislang üblichen Vorsichtsmaßnahmen. Auch der Transport zum Krankenhaus, die Übergabe und die anschließende Desinfektion des Rettungsmittels unterscheiden sich nicht von den vorhandenen Regelungen bei vergleichbaren Infektionskrankheiten (zum Beispiel Masern oder Norovirus).

Krankenhäuser sind vorbereitet

Die Krankenhausstandorte des Klinikums Westmünsterland in Ahaus, Bocholt und Borken sowie das St. Antonius-Hospital in Gronau erfüllen die Voraussetzung zur Aufnahme von Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Bürger werden umgehend informiert

Der Kreis Borken informiert bei einem Coronavirus-Fall über seine üblichen Wege: Die Bürger erhalten aktuelle Informationen über die Medien, unter https://kreis-borken.de/ (auf der Startseite gibt es auch einen Link zu weitergehenden Informationen) sowie über die Social Media-Kanäle des Kreises.

Mögliche Krankheitsanzeichen

Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Im Verdachtsfall wird Bürgern geraten, einen Arzt anzurufen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie Abstand zu Erkrankten (etwa ein bis zwei Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. (vr)