Die Ausbreitung des Coronavirus soll durch Absage aller nicht notwendigen Veranstaltungen eingedämmt werden. Foto: pixabay

Kreis Borken. Die am Samstag aus Südtirol zurückgekehrten Schüler und Betreuer einer Skifreizeit des Berufskollegs für Technik in Ahaus haben sich nicht mit dem Coronavirus infiziert. „Alle 68 Proben sind negativ“, teilte Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Die Reisegruppe war am Samstagabend unmittelbar nach ihrer Rückkehr getestet worden und vorsorglich auch in häusliche Quarantäne geschickt worden. Südtirol war am Wochenende zum Risikogebiet erklärt worden. Der Krisenstab des Kreises Borken will heute (9.3.) über das weitere Vorgehen entscheiden.

Tests bei allen Schülerinnen und Schülern der Ahauser Gesamtschule negativ

Aufatmen auch bei den Schülern und Lehrern der Irena-Sendler-Gesamtschule in Ahaus. Auch hier sind alle durchgeführten 86 Test negativ ausgefallen. Das Ergebnis lag bereits Samstagmorgen vor. In die beiden getesteten Klassen gehen zwei Mädchen der Familie aus Ahaus, die sich offensichtlich in den Niederlanden mit dem Coronavirus angesteckt hatte (HALLO berichtete). Darüber hinaus seien unter den getesteten Personen auch alle besonders engen Kontaktpersonen der vier Infizierten aus Ahaus gewesen, meldet die Pressestelle des Kreises. Die Irena-Sendler-Gesamtschule bleibe gemäß den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes die nächsten zwei Wochen geschlossen.

Schüler aus Schöppingen vorsorglich in Quarantäne geschickt

Vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt wurden 18 Schüler aus Schöppingen, die mit dem Gymnasium Arnoldinum Steinfurt bei einer Schulfreizeit in Südtirol waren und am Freitagabend zurück nach Steinfurt kamen. Ein 45jähriger Lehrer aus Rheine, der die Schüler der Jahrgangsstufe 10 begleitete, hatte leichte Symptome gezeigt. Am späten Samstagabend lag ein positives Testergebnis auf das Coronavirus vor. Der Lehrer und seine Familie, aber auch alle 115 weiteren Personen der Schulfreizeit wurden vom Kreis Steinfurt in häusliche Quarantäne geschickt. Die Krisenstäbe der Kreise Steinfurt und Borken stehen bezüglich des weiteren Vorgehens in engem Austausch.

Hotline des Kreises

Der Kreis Borken hat seit einigen Tagen eine eigene Hotline mit der Telefonnummer 02861/82-1091 eingerichtet, unter der Auskünfte zum Coronavirus erhältlich sind. Er informiert zudem auf seiner Homepage www.kreis-borken.de/corona. Darüber hinaus ist die Patienten-Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116117 erreichbar. Viele Fragen werden auch im Internet auf der Seite des Robert-Koch-Instituts unter https://www.rki.de und bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html beantwortet. Wer keine gesundheitlichen Beschwerden hat, sollte von Anrufen bei medizinischen Einrichtungen und Arztpraxen absehen. (pd/kre)