Intensivstation auf der Zielgeraden

Beendigung des zweiten Bauabschnitts am St. Marien-Hospital Borken.

Claudia Hoves, Fachgesundheitspflegerin für Intensivpflege und Anästhesie, Chefarzt Dr. Fabian Hottelet und Pflegerischer Leiter der Intensivstation Dieter Büning freuen sich über die neuen Räumlichkeiten. Maßgeblich waren sie auch an der Umsetzung der Wandgestaltung im Empfangsbereich beteiligt, welche die Borkener „Skyline“ zeigt. Foto: KWML

Borken. Der zweite Bauabschnitt der neuen Intensivstation des
St. Marien-Hospitals Borken ist abgeschlossen. Damit konnten
vier weitere Intensivmedizinische Bettenplätze sowie Material und
Arbeitsräume im Februar in Betrieb gehen. Die Bauarbeiten,
die im April 2017 begannen, gehen jedoch bereits weiter.
Ein Ende ist jedoch in Sichtweite. Im Herbst soll der dritte und
letzte Teil der hochmodernen Intensivstation in Betrieb genommen
werden. Dann verfügt die Abteilung über zwölf Intensivbetten
sowie vier Intermediate Care Betten.

Erweiterung der Bettenkapazität

Die alte Intensivstation, die seit 35 Jahren in Betrieb – und damit „in die Jahre“ gekommen war, bot Platz für zwölf Patienten. Um die Bevölkerung bestmöglich versorgen zu können – auch mit Blick auf den demographischen Wandel – war neben der Modernisierung eine Erweiterung der Bettenkapazität dringend notwendig. Jährlich werden auf der Borkener Intensivstation über 1000 Patienten behandelt. Dr. Fabian Hottelet, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, zeigt sich zufrieden über den zügigen und reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten. Er freut sich über die neuen Räumlichkeiten und auch die Mitarbeiter genießen das moderne Ambiente und die großzügig geschnittenen Arbeitsplätze. Besonders wichtig ist dem Chefarzt, dass neben der funktionellen Neukonzeption der Fokus auch immer wieder auf die Raumgestaltung gelegt wurde. In jedem Patientenzimmer befindet sich ein großes Acrylglasbild mit Landschaftsmotiv.

Das ist weit mehr als Spielerei“, erklärt Hottelet, „die Motive geben unseren schwerkranken Patienten in der technisierten Umgebung Orientierung und wirken dem gefürchteten Delir entgegen“.

Aus diesem Grund hat er auch ein spezielles Lichtkonzept installieren lassen, welches mit unterschiedlichen Lichtszenen verschiedene Stimmungen initiieren kann.

Knifflige Aufgabe

Das ein Krankenhaus ein besonderer Arbeitsplatz ist, dass
mussten auch die vor Ort beschäftigten Gewerke feststellen.
Die Bauarbeiten stellen für alle eine Herausforderung dar. So
mussten Tunnel durch die Arbeitsbereiche gebaut, Zuwegungen
über Gerüste und Außenaufzüge geschaffen und Sonderlösungen
zur Erneuerung der Klimaanlage gefunden werden. Eine knifflige
Aufgabe, die Martin Deelmann, Technischer Leiter des Krankenhauses
mit seinem Team souverain gemeistert hat.