Schlagwerkzeuge kamen bei einem Angriff auf einen Klein Rekener Imbiss am Sonntagabend zum Einsatz. Foto: AdobeStock

KLEIN REKEN. Nach einem Angriff von mehr als 40 Personen auf einen Imbiss an der Dorfstraße am Sonntagabend ermittelt die Polizei Münster den Tathergang und mögliche Motive. Drei Verdächtige wurden bereits festgenommen. Das teilten soeben Polizei und Staatsanwaltschaft in Münster mit.

“Nach bisherigem Ermittlungsstand soll gegen 19 Uhr ein unbekannter Mann den 26-jährigen Imbissangestellten zur Zahlung von Geld aufgefordert haben”, erläuterte Kriminalhauptkommissar Frank Schneemann. Etwa zwei Stunden später sollen mehrere Fahrzeuge vorgefahren und knapp vier Dutzend Personen ausgestiegen seien. Die teilweise maskierten Männer hätten nach Zeugenangaben das Gebäude sowie das Inventar gewaltsam mit Schlagwerkzeugen und ausgehobenen Gullydeckeln beschädigt und bei der wechselseitigen Auseinandersetzung einen 53-jährigen Familienangehörigen des türkischen 21-jährigen Imbissinhabers verletzt. Nach den bisherigen Erkenntnissen besteht für den 53-Jährigen aber keine Lebensgefahr.

“Die Angreifer sollen ihren Forderungen mit der Abgabe von Schüssen aus Schreckschusswaffen Nachdruck verliehen haben”, verdeutlichte Frank Schneemann. “Vor dem Imbiss wurden Patronenhülsen sowie ein stark beschädigter BMW aus Duisburg sichergestellt.” Anschließend seien die Täter, Zeugen und Geschädigten geflüchtet.

Im Rahmen der Fahndung wurden zwei Pkw mit Zeugen und Geschädigten angetroffen. Im Bereich Coesfeld und Duisburg wurden insgesamt drei Tatverdächtige festgenommen. Bei den Männern handelt es sich um zwei russische und einen deutschen Staatsangehörigen. “Die Hintergründe der Tat sind unklar”, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. “Ob die geforderte Geldzahlung im Zusammenhang mit dem Betrieb des Imbisses steht, ist Gegenstand der Ermittlungen.” (pd/kre)