Dipl.-Phys. Harald Gülzow analysiert eine Wasserprobe im Labormobil vom VSR-Gewässerschutz. Foto: pd

HEIDEN. Bei einer Untersuchung eines privaten Hausbrunnens in Heiden hat der VSR-Gewässerschutz einen Nitratwert von 173 Milligramm pro Liter (mg/l) festgestellt. In jedem dritten der untersuchten Brunnen war nach Angaben der Umweltschutz-Organisation der Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter überschritten. Weitere stark belastete Entnahmestellen fanden die Umweltschützer in Leblich mit 86 mg/l, in Rhade mit 132 mg/l und in Marbeck mit 132 mg/l. Insgesamt wurde das Wasser von 54 privat genutzten Brunnen aus dem Raum Velen, Borken, Heiden, Reken und Dorsten analysiert.

Der VSR Gewässerschutz macht die intensive Landwirtschaft für die hohen Werte verantwortlich und fordert mehr Unterstützung für den Ökolandbau. Dieser trage nachweislich zur Verringerung der Nitratbelastung bei und verbessere die Qualität des Grundwassers deutlich.

Auf einer interaktiven Nitratkarte veranschaulicht der VSR-Gewässerschutz wie stark die Nitratbelastung im Kreis Borken mit anderen Regionen in Deutschland im Vergleich ausfällt (www.vsr-gewässerschutz.de/nitratbelastung). Demnach ist gerade in Gebieten mit intensiv bewirtschafteten Ackerflächen eine hohe Belastung des Grundwassers mit Nitrat nachzuweisen. Dagegen stellt die gemeinnützige Umweltschutzorganisation in Gegenden mit ökologisch bewirtschafteten Flächen geringere Nitratbelastungen im Grundwasser fest. (pd/kre)